Nach Debatte um Weihnachten in der Sara-Nußbaum-Kindertagesstätte

Stadt geht juristisch gegen Hass-Mails an Kita-Mitarbeiter vor

Kassel. Der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen hat 13 Strafanzeigen und Strafanträge gegen Absender von Hass-Mails gestellt.

Diese waren an Mitarbeiter des städtischen Kindergartens Sara-Nußbaum-Haus im Wesertor geschickt worden. Auslöser der E-Mail-Flut war ein Bericht in unserer Zeitung vom 7. Oktober.

Seinerzeit hatte die HNA berichtet, dass in der städtischen Kita das Weihnachtsfest keine Rolle spielt. Auf Basis von Berichten von Eltern, deren Kinder dort betreut werden, hatten wir dargestellt, dass diese das Fehlen von weihnachtlichen und christlichen Traditionen bemängeln. Dieser Kritik hatte sich auch die katholische Kirche angeschlossen.

Auf eine HNA-Anfrage bei der Stadt wurden diese Schilderungen der Eltern zunächst durch einen Stadtsprecher bestätigt und mitgeteilt, es werde Abhilfe geschaffen. Später wurde die Stellungnahme revidiert: Nun hieß es, es gebe sehr wohl weihnachtliche Elemente im Kita-Alltag und keinen Handlungsbedarf.

Nach der Berichterstattung hatte die städtische Kita nach Angaben der Stadt mehrere Hass-E-Mails erhalten. Nach einer Prüfung der Mails durch das Rechtsamt der Stadt ist in elf Fällen Strafanzeige wegen des Verdachts der Beleidigung gestellt worden. In einem Fall geht es um den Verdacht der Volksverhetzung sowie in einem weiteren um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

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