Trotz knapper Kasse

Stadt gibt mehr Geld für Sportvereine aus

Kassel. Die Stadt Kassel gibt künftig 220.000 Euro mehr im Jahr für die Sportförderung aus.

Im Jahr 2014 sind 360.000 Euro an die rund 180 Sportvereine in der Stadt geflossen, in diesem Jahr gibt es bereits 460.000 Euro und ab 2016 jedes Jahr 580.000 Euro.

Trotz knapper Kasse wurde die verbesserte Sportförderung von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Kassel sei damit eine der wenigen deutschen Städte, in denen es mehr Geld für den Sport gebe, sagt Bürgermeister und Sportdezernent Jürgen Kaiser (SPD). In Kassel habe Sport einen hohen Stellenwert: 63 Prozent der Kasseler Einwohner seien regelmäßig körperlich oder sportlich aktiv, viele davon in den Vereinen.

Nach Jahrzehnten wurden die Förderungsrichtlinien in Zusammenarbeit mit den Vereinen komplett neu aufgestellt. „Die alten Richtlinien waren etwas fußballlastig“, erklärt Kaiser. Jetzt bekommen beispielsweise auch Fechter oder junge Dirt-Biker Unterstützung.

Besonders für Energiekosten erhalten die Vereine mehr Geld, weil Strom und Heizung teurer geworden sind. Mehr Geld gibt es auch für Übungsleiter, die in vielen Vereinen Mangelware sind - diesem Defizit will die Stadt abhelfen. Neu ist, dass Fusionen und Kooperationen von Vereinen finanziell unterstützt werden. Das soll die Zusammenarbeit fördern. „Die Zukunft liegt darin, die Kräfte zu bündeln“, sagt Kaiser. Und um die ehrenamtlichen Vorstände besser zu unterstützen, können Vereine jetzt auch Zuschüsse für hauptamtliche Mitarbeiter in der Geschäftsstelle aus der Stadtkasse bekommen.

Das alles ist freilich wenig im Vergleich zur indirekten Sportförderung. Weil Vereine in Kassel nicht für die Nutzung von Sportplätzen und Hallen zahlen müssen, bleiben ihnen rund 1,8 Millionen Euro im Jahr erspart. Jährlich investiert die Stadt zudem in Sportanlagen rund eine Million Euro.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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