Stadt Kassel erwägt, Osterfeuer zu untersagen

Kassel. Weniger Osterfeuer als sonst könnten am Wochenende in und um Kassel stattfinden. Wegen der starken Trockenheit der vergangenen Tage erwägt die Stadt Kassel, angemeldete Osterfeuer zu untersagen.

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Osterfeuer findet statt

„Das Ordnungsamt geht davon aus, dass angesichts der hohen Waldbrandgefahr bei konstant trockener Wetterlage nahezu keine Osterfeuer in diesem Jahr stattfinden sollten“, sagte Stadtsprecherin Petra Bohnenkamp auf Anfrage.

In den Städten und Gemeinden im Altkreis Kassel sind ebenfalls zahlreiche Osterfeuer geplant. Allerdings halten die dortigen Ordnungsämter die Gefahren offenbar für kalkulierbar, zumal meist Freiwillige Feuerwehren zu den Organisatoren der Osterfeuer zählen.

Auch das hessische Umweltministerium warnt vor einer erhöhten Waldbrandgefahr. Jedoch müsse vorläufig noch keine der beiden hessischen Waldbrandalarmstufen ausgerufen werden, sagte Mark Weinmeister (CDU), Staatssekretär im Umweltministerium. Grund für die Warnungen sind Werte des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Danach gilt über Ostern in ganz Hessen Waldbrandgefahrenstufe 4. Die höchste Stufe 5 wird bereits in einigen Regionen Niedersachsens und Brandenburgs erreicht.

Dem Kasseler Ordnungsamt seien für das Wochenende 14 beabsichtigte Feuer gemeldet worden. Alle Standorte würden jeweils als Einzelfall geprüft, sagte Bohnenkamp. Gegebenenfalls mache das Ordnungsamt Auflagen – „bis hin zu Untersagungsverfügungen“. Man versuche einvernehmliche Lösungen mit den Organisatoren der gemeldeten Osterfeuer zu finden.

Nicht nur Wälder, auch trockene Büsche und Sträucher seien „hochgradig brandgefährdet“, sagte Bohnenkamp. Zum Beispiel durch Funkenflug entstünden Verantwortlichen eines Osterfeuers erhebliche Haftungsrisiken, falls Brände außer Kontrolle geraten.

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