Notfalls werden per Zufallsgenerator Einwohner ausgewählt

Stadt Kassel fehlen noch 510 Wahlhelfer

Kassel. Für die Bundes- und Landtagswahl in einem Monat sucht die Stadt Kassel noch 510 Wahlhelfer. Weil am 22. September erstmals der hessische Landtag und der Bundestag zusammen gewählt werden, benötigt die Stadt insgesamt 1890 Freiwillige.

Sollten sich in den nächsten Tagen nicht genug Freiwillige finden, wird die Stadt für die Bürgerpflicht Kasseler nach dem Zufallsprinzip berufen – abgelehnt werden darf das Ehrenamt nicht ohne Weiteres.

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Die städtische Wahlbehörde greift bei der Suche nach Wahlhelfern zunächst auf einen Fundus von 3000 Personen zurück, die bereits bei Wahlen im Einsatz waren. „1380 Freiwillige haben wir auf diesem Weg bislang zusammenbekommen“, sagt der stellvertretende Wahlleiter Karsten Schwartz. Noch stünden zwar 650 Rückmeldungen aus, aber es sei wohl zu erwarten, dass die Stadt Wahlhelfer nachberufen müsse.

Eine Absage des Ehrenamtes ist nach der Wahlordnung nur erlaubt, wenn der Betroffene krank ist, arbeiten muss oder sich um kranke Angehörige kümmert. Wer unbegründet fernbleibt, dem droht ein Bußgeld bis zu 500 Euro.

Ebenfalls freistellen lassen können sich Personen ab 65 Jahren. Diese können nicht mehr verpflichtet werden, sich aber freiwillig melden. „Viele ältere Menschen, auf die wir angewiesen sind, erklären sich zum Glück freiwillig bereit“, sagt Schwartz. Als Anerkennung erhalten die Ehrenamtlichen 40 Euro. Bis 22 Uhr, so hofft Schwartz, sollen die Wahlergebnisse vorliegen.

Bei der Bundestagswahl 2004 hatte Kassel bundesweit Schlagzeilen gemacht, weil 135 Wahlhelfer nicht erschienen oder vorzeitig verschwunden waren. Wegen der Panne in Kassel gab es am Wahltag kein Endergebnis.

In den Städten und Gemeinden des Landkreises gebe es nach jetzigem Stand keinen Mangel an Wahlhelfern, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn.

Von Bastian Ludwig

Hier können sich Interessenten melden: 0561/ 7872127

Rubriklistenbild: © dpa

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