Stadt Kassel hält an Umbauplanung für Altmarkt-Kreuzung fest

Kassel. Neuer Anlauf für den Altmarkt: Das Straßenverkehrs- und Tiefbauamt der Stadt hält an der bisherigen Lösung mit drei Überwegen (Brüderstraße, Kurt-Schumacher-Straße, Weserstraße) für Fußgänger und Radfahrer fest.

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Um den Umbau finanzieren zu können, soll notfalls bei der Gestaltung der Randbereiche gespart werden.

Die Verkehrsplaner hatten noch einmal alle Varianten für den Altmarkt geprüft. Der Einbau von Aufzügen, Rolltreppen, Liften und Rampen habe sich als nicht machbar erwiesen. Zwei statt drei Überwege hätten sich sogar als schlechtere Lösung erwiesen: Sie gingen noch mehr zu Lasten des Autoverkehrs.

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Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel (SPD), der das Baudezernat kommissarisch führt, stellte das Ergebnis am Mittwochabend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Verkehr in groben Zügen vor und empfahl, den Umbau erneut zu bewerten. Dass die Tunnel wegfallen und Überwege angelegt werden sollen, sei nachrangig, betonte er. „Die Kreuzung ist baulich einfach abgewirtschaftet.“

Die Förderung für den vier Millionen Euro teuren Umbau will die Stadt für 2012 erneut beim Land beantragen. Schnell gebaut wird voraussichtlich aber nicht. Die documenta im nächsten Jahr, das Stadtjubiläum und der Hessentag 2013 könnten das Vorhaben weit nach hinten schieben. Man werde sicher nicht nach der documenta loslegen können, ohne in eine lange Winterbaustelle zu geraten, sagte Barthel.

Bilder vom Altmarkt-Umbau

Impression vom Altmarktumbau in Kassel

Um die Einschränkungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten, waren bislang die Sommerferien in den Blick genommen worden. Die Vorarbeiten für den in die Jahre gekommenen Altmarkt, einst modernste Kreuzung Europas, hatten bereits begonnen, als im Frühjahr eine Finanzierungslücke von 300.000 Euro die Pläne zunichte machte. Der Umbau der Kreuzung, über die täglich mehr als 60.000 Fahrzeuge rollen, war daran gescheitert. Der Zuschuss des Landes fiel geringer aus, als vom damaligen Baudezernenten Dr. Joachim Lohse erwartet. Die Ausschreibung wurde daraufhin aufgehoben. Nachdem Lohse Kassel im Sommer Richtung Bremen verlassen hatte, beauftragte Barthel das Straßenverkehrsamt, kostengünstigere Lösungen zu prüfen. (els)

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