HNA liegt interner E-Mail-Verkehr aus dem Rathaus vor

Stadt plant, 25 neue Blitzer aufzustellen

Kassel. Die Stadt Kassel plant, bis zu 25 stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen von einem Dienstleister aufstellen zu lassen. Damit das Messverfahren und die Technik diesmal einer juristischen Überprüfung standhalten, soll zudem eine externe Beratungsfirma beauftragt werden, die Konzeption und Einführung der Tempokontrollen zu unterstützen.

Diese Informationen gehen aus internen E-Mails und Ausschreibungsunterlagen aus dem Rathaus hervor, die der HNA vorliegen.

Geplant ist ein schrittweiser Aufbau von bis zu 25 Blitzern. Umgesetzt werden soll das Vorhaben „kurz- bis mittelfristig“, heißt es in den Ausschreibungsunterlagen. Bis 2015 soll die Beraterfirma tätig sein. Die Geräte sollen jene Anlagen ersetzen und ergänzen, die infolge eines Urteils des Amtsgerichts Kassel abgebaut werden mussten. Richter hatten festgestellt, dass die Fotos der bis dahin genutzten Anlagen keine Beweiskraft haben, weil ein von der Stadt bestellter privater Dienstleiter in hoheitliche Aufgaben eingegriffen hatte. Zudem war die Technik umstritten.

Mit den neuen Blitzgeräten sollen neben den bisherigen Standorten (Ludwig-Mond-Straße, Steinweg, Ehlener Straße, Wegmannstraße, Am Ziegenberg) weitere Standorte bestückt werden.

Beim Ausbau der Radarkontrollen ist Kassel nicht allein. Allerdings zeigt der Vergleich mit anderen Städten, dass 25 Geräte für eine Stadt in der Größe Kassels relativ viele wären. So gibt es im mehr als dreimal so großen Frankfurt 14 stationäre Blitzer, bis 2015 sollen es ebenfalls 26 werden.

Die Stadt Kassel bestätigte die Pläne gestern grundsätzlich. Zeitnah seien aber zunächst fünf bis acht Standorte geplant. Die Zahl 25 sei eine Vorgabe für die Ausschreibung gewesen. Es sei noch unklar, wann, wo und wie viele Anlagen installiert würden. Der künftige Dienstleister werde aber nur die Technik bereitstellen und installieren.

Von Bastian Ludwig

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