Auestadion-Vorplatz

Stadt prüft Vergabe der Namensrechte für Auestadion-Vorplatz

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Hat noch keinen Namen: Frauenarchiv und Ortsbeirat Süd wollen weiterhin den Vorplatz des Auestadions - unser Foto entstand im Mai 2011 - nach Leni Junker benennen.

Kassel. Der vor einem Jahr neu gestaltete Auestadion-Vorplatz hat immer noch keinen Namen. Man prüfe derzeit, ob die Namensrechte am Auestadion vergeben werden könnten und warte zudem die Modernisierung der Eissporthalle ab. Beides könnte sich auf den Namen des Stadion-Vorplatzes auswirken.

So lautet die Aussage von Oberbürgermeister Bertram Hilgen in einem Brief an Kerstin Wolff vom Archiv für Deutsche Frauenbewegung in Kassel. Das Schreiben des Oberbürgermeisters vom Juli dieses Jahres zeigte Wolff jetzt dem Ortsbeirat Südstadt.

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Auf Anregung des Frauenarchivs hatte der Beirat schon im September 2011 beschlossen, dass der Auestadion-Vorplatz nach der Kasseler Leichtathletin Leni Junker (1905-1997) benannt werden soll. Der Beirat hat das Vorschlagsrecht für einen neuen Namen. Doch seither hat sich nichts getan. Daher hakte Kerstin Wolff vor einigen Monaten wegen des Leni-Junker-Platzes beim Oberbürgermeister nach und bekam darauf die erwähnte Antwort.

Der Ortsbeirat erinnert den Magistrat der Stadt jetzt noch einmal nachdrücklich an seinen Beschluss vom vergangenen Jahr. „Was hat der Name für den Vorplatz mit einem Namen für das Stadion zu tun?“, fragen sich Beirat und Mitarbeiterinnen des Frauenarchivs. Es könne nicht angehen, den Namen eines städtischen Platzes dem Namensgeber für das Stadion oder einem eventuellen Investor für die Eissporthalle zu überlassen. „Normalerweise folgt die Stadt dem Vorschlag eines Ortsbeirates, wenn es um die Namen für Plätze, Straßen oder Wege im Stadtteil geht“, sagte Ortsvorsteher Harald Doenst.

Mehr über das Auestadion lesen Sie im Regiowiki.

Rathaus-Sprecherin Petra Bohnenkamp bestätigte indes noch einmal die Aussage Hilgens. Derzeit liefen Gespräche mit Interessenten am Namensrecht für das Auestadion, das für rund 22 Millionen Euro saniert wurde.

„Wir können diese Verknüpfung nicht nachvollziehen“, sagte Wolff. Den Namen Leni Junker wolle man nicht aufgeben. Die in den Zwanzigerjahren erfolgreiche Leichtathletin eigne sich hervorragend als Namensgeberin für den Auestadion-Vorplatz.

Von Monika Puchta

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