Platz am Fronhof teilweise in Privatbesitz

Stadt soll mit Kirche sprechen

Niederzwehren. Was mit dem Platz am Fronhof in Niederzwehren geschieht, ist derzeit unklarer denn je. Zuerst müssten die Eigentumsverhältnisse des Geländes geklärt werden, sagte Ortsvorsteher Harald Böttger (SPD) während der jüngsten Ortsbeiratssitzung. Denn: „Ein Teil des Platzes gehört der Kirche“. Das ergab eine Anfrage des Stadtteilgremiums beim Kasseler Katasteramt.

Seitdem das Soldaten-Ehrenmal, das 80 Jahre lang an der Straße Am Fronhof stand, wegen mangelnder Haushaltsmittel für eine Sanierung abgebaut wurde, gibt es verschiedene Pläne für den Platz.

Der Heimatverein Dorothea-Viehmann hatte bereits im vergangenen Jahr einen Landschaftsarchitekten beauftragt, dessen Konzept vorsieht, unter anderem das nicht ebene Gelände zu begradigen. „Das könnte aber sehr teuer werden“, gibt Böttger zu Bedenken und rechnet mit Kosten in Höhe zwischen 50 000 Euro und 100 000 Euro.

Altstadt-Pflaster?

Weniger kosten würde eine Idee des für Niederzwehren zuständigen Straßenmeisters, Harald Reichhold. Er plant lediglich, das Gelände mit Altstadt-Pflaster neu zu gestalten - die Struktur des Platzes jedoch beizubehalten.

Das würde laut Böttger 30 000 bis 35 000 Euro kosten. Ortsbeirat und Stadt würden sich die Summe teilen, „wobei wir auch auf bestehende Materialien zurückgreifen könnten“, betont Böttger. Er bevorzugt derzeit Reichholds Idee.

Das Stadtteilgremium kann jedoch erst dann einen Beschluss über die Zukunft des Platzes fassen, wenn sich Stadt und Matthäuskirche zuvor formal über die Eigentumsverhältnisse einigt haben. „Die Stadt muss jetzt Gespräche mit der Kirche führen“, sagt Böttger. Der Ortsbeirat hofft auf eine schnelle Entscheidung. (psn)

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