Denkmalschützer fordern rasche Sicherung

Denkmalschützer fordern: Stadt soll Salzmann vor Verfall retten

Kassel. Magistrat und Stadtverordnetenversammlung sollen rasch dafür sorgen, dass das Industriedenkmal Salzmann nicht weiter verfällt. Das fordert der Arbeitskreis für Denkmalschutz und Stadtgestalt.

Dessen Sprecher Dr. Christian Presche spart nicht mit Kritik. Während das Regierungspräsidium von seinen rechtlichen Möglichkeiten auf dem Areal Gebrauch mache, vermisse der Arbeitskreis „eine entsprechende Initiative der Stadt Kassel zur Sicherung des Kulturdenkmals vor unbefugtem Eindringen und vor Witterungseinflüssen“, erklärt Presche. Zur Sicherung der komplett leerstehenden Salzmannfabrik werde die Stadt nicht in finanzielle Vorleistung gehen, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne). Das Risiko, auf den Kosten sitzen zu bleiben, sei zu groß. Stattdessen werde geprüft, ob der Denkmalschutz Zwangsmaßnahmen gegen Salzmann-Eigentümer Dennis Rossing verhängt.

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Das reicht aus der Sicht der Denkmalschützer des Arbeitskreises im Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde nicht aus. „Wir sehen die Stadt Kassel in besonderer Verantwortung,“ sagt Presche: „Denn die derzeitige akute Bedrohung des Kulturdenkmals wurde erst unter Beteiligung der Stadt durch das Scheitern des Technischen Rathauses verursacht.“

Fotos: Arbeiten auf Salzmann-Gelände

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Von Jörg Steinbach

Video: Seltener Blick in alte Salzmann-Fabrik

Rubriklistenbild: © HNA/Zgoll

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