Stadt stoppt Umbau der Altmarkt-Kreuzung wegen Finanzierungslücke

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Der Altmarkt in Kassel.

Kassel. Die Stadt Kassel hat den Umbau der Altmarkt-Kreuzung vorläufig gestoppt. Grund ist eine Lücke von etwa 300.000 Euro bei der Finanzierung. Diese Summe nannte Kämmerer Dr. Jürgen Barthel (SPD) auf Anfrage. Bis Donnerstag hätten die Aufträge für das Projekt vergeben werden sollen.

Weil aber die Finanzierung nicht sicher ist, hat die Stadt Kassel die Ausschreibung aufgehoben. Die Unterschrift dazu am Mittwochabend war offenbar eine der letzten Amtshandlungen des scheidenden Stadtbaurats Dr. Joachim Lohse (Grüne). Am Donnerstag wurde er in Bremen zum Umweltsenator gewählt. Barthel nannte die Entscheidung "unvermeidbar".

Impression vom Altmarktumbau in Kassel

Altmarktumbau in Kassel
Zurzeit wird am Altmarkt gebaut. Größte Veränderung sollten drei neue Fußgängerüberwege sein, die auf einem der verkehrsreichsten Kasseler Knotenpunkte entstehen sollen. © Archivfoto HNA
Altmarktumbau in Kassel
Der Altmarktumbau in Kassel war allerdings umstritten. Diskutiert wurde, ob ein überirdischer Weg für Fußgänger und Radfahrer sinnvoller ist, als eine Unterführung. © Archivfoto HNA
Altmarktumbau in Kassel
Erst war für das Projekt von Kosten in Höhe von insgesamt zwei Millionen Euro die Rede. Mittlerweile heißt es, der Umbau dürfte knapp 4 Millionen Euro kosten. © Archivfoto HNA
Altmarktumbau in Kassel
Der Altmarkt aus der Luft. © Herzog/Flugschule Kassel, Uwe Knabe
Altmarktumbau in Kassel
Wegen des Umbaus kommt es Altmarkt immer wieder zu langen Staus. © Archivfoto HNA
Altmarktumbau in Kassel
Zeitweise staute es sich die gesamte Frankfurter Straße bis zum Weinberg entlang. © Archivfoto HNA
Altmarktumbau in Kassel
Um sie geht es: Die Unterführung sollte beseitigt werden, um drei Überwege für Fußgänger und Radfahrer anzulegen. So sollten sie mit dem motorisierten Verkehr gleichgestellt werden. © Archivfoto HNA
Altmarktumbau in Kassel
Nicht mehr zeitgemäß? Der Altmarkt soll barrierefrei werden. © Archivfoto HNA
Altmarktumbau in Kassel
Um Wartezeiten und Staus an der künftigen Altmarkt-Kreuzung zu verringern, denkt die Stadt außerdem über die Verlegung von Buslinien nach. © Archivfoto HNA
Altmarktumbau in Kassel
Wegen des Altmarktumbaus muss einer der Beys-Bäume fallen. © Archivfoto HNA
Altmarktumbau in Kassel
Im Dezember 2006 verlor der Platz seinen 50er-Jahre-Charakter. Mit dem zu dieser Zeit begonnenen Abriss des 1957 errichteten Polizeipräsidums und dem Bau des neuen Finanzzentrums begann auch hier das 21. Jahrhundert. © Archivfoto HNA
Altmarktumbau in Kassel
Dieser wichtige Verkehrsknotenpunkt verknüpft und verteilt Verkehrsströme aus allen Richtungen. © Archivfoto HNA
Altmarktumbau in Kassel
1959 sah es am Altmarkt so aus. © Stadtmuseum
Altmarktumbau in Kassel
Ursprünglich hieß der Altmarkt "Altstädter Marktplatz". © Archivfoto HNA
Altmarktumbau in Kassel
Der Altmarkt teilt das Schicksal aller großen, zentralen Plätze. Einst war er Mittelpunkt der Stadt, hier wurde 1408 das Rathaus errichtet und 1837 wieder abgerissen. © Archivfoto HNA

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Lohse hatte bis zuletzt mit dem Land Hessen über Fördermittel verhandelt. Zwar erkennt das Land danach größere Teile der bisherigen Planung als förderfähig an, aber noch klafft eine Lücke von 300.000 Euro bei der Finanzierung. Vor den Verhandlungen hatte eine halbe Million Euro gefehlt.

Alle Infos zum Altmarkt gibt es hier im Regiowiki

Ursprünglich hatten die Planer im Rathaus Gesamtkosten von etwa zwei Millionen Euro für den Umbau kalkuliert. Vor einigen Wochen stellte sich heraus, dass die Kosten auf etwa vier Millionen Euro steigen. Gut eine Million Euro davon sollten Kasseler Entwässerungsbetrieb (KEB) und Städtische Werke tragen. Bei etwa 2,1 Millionen Euro würde der Zuschuss vom Land liegen. Den Rest von etwa 900.000 Euro müsste die Stadt aufbringen, doch im Haushalt waren nur etwa 600.000 Euro eingeplant. Über eine Aufstockung müsste zunächst die Stadtverordnetenversammlung beschließen.

Eigentlich sollten die Arbeiten in den kommenden Wochen beginnen. Wann der Umbau nun startet, steht in den Sternen. Der Umbau muss neu ausgeschrieben werden. Sowohl das Land als auch die Stadt erklärten, an dem Ziel festzuhalten, dass Rollstuhlfahrer und Fußgänger den Altmarkt künftig oberirdisch überqueren sollen. (clm)

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