Zahl der Jobsuchenden sinkt

Arbeitsmarkt in der Region boomt weiter

Kassel. Sinkende Arbeitslosigkeit, steigende sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und gute Chancen für Jobsuchende: Der Arbeitsmarkt in der Region boomt.

Zum Ende des ersten Halbjahres setzt sich der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Kassel, zu dem neben Stadt und Kreis Kassel auch der Werra-Meißner-Kreis gehört, fort. Insgesamt 14.868 Menschen suchten dort im Juni einen Job. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei 5,2 Prozent nach 5,3 Prozent im Mai und 5,8 Prozent im Vorjahresmonat.

Michael Schubert, Geschäftsführer des Operativen Bereichs der Arbeitsagentur Kassel, zieht eine entsprechend positive Bilanz des ersten Halbjahres: „Wir sind bereits mit einem starken Arbeitsmarkt in das Jahr gestartet. Begleitet von saisonüblichen Entwicklungen wie einem Anstieg der Arbeitslosenzahl zum Jahresbeginn, hat sich der positive Trend in Nordhessen hin zu rückläufigen Arbeitslosenzahlen und einem anhaltend großen Bedarf an Arbeits- und Fachkräften bis jetzt fortgesetzt.“ Besonders erfreulich sei, dass von dieser Entwicklung alle Personengruppen, darunter zunehmend auch Ältere, Langzeitarbeitslose und Menschen ohne deutschen Pass, profitieren könnten.

Schubert warnte allerdingsA, dass die gute Entwicklung nicht darüber hinwegtäuschen dürfe, dass es für viele Betriebe in den Regionen zunehmend schwieriger werde, Arbeits- und Ausbildungsstellen zu besetzen, um Fachkräfte zu gewinnen. Er bot Unterstützung an: „Die Arbeitsagentur Kassel bietet viele Möglichkeiten, um Unternehmen, Jobsuchenden und Jugendlichen unter die Arme zu greifen.“ Dazu gehörten beispielsweise Hilfen bei Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie Berufsorientierung und Beratung.

Gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz bieten sich den Jugendlichen im Agenturbezirk Kassel. 1636 Lehrstellen sind der aktuellen Statistik zufolge noch unbesetzt. Das sind 239 Stellen mehr (+17,1 Prozent) als im vorangegangenen Ausbildungsjahr. Darunter finden sich beispielsweise Berufsausbildungsstellen als Kaufmann/-frau im Einzelhandel, als Mechatroniker/in, Maler/Lackierer und viele weitere Ausbildungsberufe. Gleichzeitig sind 1212 bei der ArbeitsageAntur gemeldete Bewerber noch auf der Suche, 109 Jugendliche weniger (-8,3 Prozent) als vor einem Jahr. 

Rubriklistenbild: © Ralf Hirschberger/dpa-Bildfunk

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