Unser Test

Corona-Warn-App: So kommt die Anwendung bei den Menschen an

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung ist online - so kommt die Anwendung bei den Deutschen an.

  • Mehr als 8800 Menschen sind in Deutschland durch das Coronavirus gestorben
  • Jetzt gibt es die Corona-Warn-App zum Download für Smartphones und Tablets
  • Wir haben die Anwendungssoftware in und um Kassel getestet

Kassel – Nach Mundschutz tragen und Abstand halten setzt die Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus* auch auf die Corona-Warn-App. Bereits seit Dienstagmorgen 2 Uhr kann die App auf mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets kostenlos heruntergeladen werden. Wir haben sie getestet. Dazu waren wir mit verschiedenen Endgeräten in der Kasseler Innenstadt und im Landkreis Kassel unterwegs. hna.de* berichtet darüber.

Corona-Warn-App: Erste Hürden

Die Corona-Warn-App auf dem Smartphone: HNA-Volontärin Laura Ruth hat sie getestet.

Das Herunterladen der Corona-Warn-App aus dem App-Store ist noch leicht. Doch beim Installieren zeigen sich schon die ersten technischen Hürden. Auf dem Apple-Smartphone lässt sich die App zunächst nicht installieren. Das Betriebssystem ist nicht auf dem neuesten Stand und muss aktualisiert werden. Mindestanforderung ist iOS 13.5. Bei anderen Smartphones wie Geräte von Samsung darf das Betriebssystem nicht älter als Android 6 sein.

Corona-Warn-App: Der Datenschutz

Schnell das Betriebssystem aktualisiert und schon geht es los. Dabei wird klar, die App funktioniert etwas anders beim Thema Corona in Deutschland*. Sie fragt nicht nach dem Namen, Alter oder anderen persönlichen Daten. So soll die Anonymität gewahrt bleiben. Deshalb erstellt die Corona-Warn-App regelmäßig zufällige Identifikationsnummern. Diese können dem Benutzer nicht direkt zugeordnet werden. Anhand der Nummern erkennt die App, ob ein Nutzer in den vergangenen 14 Tagen mit einem Nutzer Kontakt hatte, der an Corona erkrankt ist. Dazu misst sie über den Kurzstreckenfunk Bluetooth, ob sich Nutzer innerhalb von 15 Minuten näher als zwei Meter gekommen sind. Wo sich die beiden Personen getroffen haben, soll dabei nicht erfasst werden.

Corona-Warn-App: Bei einer Infektion

Die Corona-Warn-App steht zum Download bereit.

Wenn bei einem Nutzer eine Coronaerkrankung festgestellt wird, kann dieser das freiwillig in der Corona-Warn-App angeben. Der Erkrankte muss einen positiven Test per QR-Code oder Tan an die App übermitteln. So soll Missbrauch vermieden werden. Alle Nutzer, mit denen er Kontakt hatte, bekommen dann eine Nachricht über die App.

Corona-Warn-App: So sehen es Passanten

Raus auf die Straßen in und um Kassel, den Kontakt mit Menschen in Zeiten der Corona-Lockerungen* suchen und schauen, was die App sagt. Auch Passanten auf der Straße haben wir gefragt: „Haben Sie die App?“ Und tatsächlich: Einige haben sie bereits gestern Vormittag installiert. Viele andere haben jedoch Bedenken, zum Beispiel wegen des Datenschutzes. Auch der Energieverbrauch der Corona-Warn-App ist ein Thema. Einige fragen sich: „Reicht der Akku mit der App noch den ganzen Tag?“ Laut Bundesregierung soll die App nur wenig Energie verbrauchen.

Corona-Warn-App: Das Fazit

So sieht die Corona-Warn-App auf einem Tablet aus. HNA-Volontär Fabian Becker hat sie heruntergeladen.

Nach einigen Stunden auf der Straße und nach vielen Gesprächen zurück in der Redaktion der erste neugierige Blick in die App. Gab es Kontakt mit einem Infizierten? Wie hoch ist die Corona-Gefahr*? Um das zu beurteilen, ermittelt die App eine Risikoklasse: „Erhöhtes Risiko“, „Niedriges Risiko“ und „Unbekanntes Risiko“. Das Ergebnis des HNA-Tests: Unbekanntes Risiko. 

Der Grund: Die Risikoermittlung war noch nicht lange genug aktiv. 24 Stunden muss die App bereits aktiv sein. Dann aktualisiert sich die tägliche persönliche Risikoeinschätzung, die mithilfe der Kontakte aus den vergangenen 14 Tagen bestimmt wird. Die Einschätzung soll für andere Nutzer nicht einsehbar sein und nicht weitergegeben werden. Auch auf die Verhaltensregeln zum Schutz vor dem Coronavirus wird in der Anwendung hingewiesen: Händewaschen, Mundschutz tragen, Abstand halten sowie die Nies- und Hust-Etikette.

Wer sich die Corona-Warn-App herunterladen möchte, bekommt sie im App-Store von Apple und im Google Play Store für Android.

Von Laura Ruth und Fabian Becker

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Alvaro Barrientos, Michael Kappeler (beide dpa/Fotomontage)

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