Junge Leute zählen in Kassel mit

Europawahl: Kampagne bescherte Stadt Kassel viele neue Wahlhelfer

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Freuen sich auf ihren Einsatz als ehrenamtliche Wahlhelfer: (von links) Thomas Lotze (26), Lorenzo Wienecke (22) und Juri Galkin (20) mit Plakat und Bierdeckeln der Kampagne der Stadt Kassel.

Die Stadt Kassel kann auf die jungen Menschen zählen: Bei der Europawahl werden viele junge Leute als ehrenamtliche Wahlhelfer im Einsatz sein.

Juri Galkin (20) und Lorenzo Wienecke (22) sind zwei von ihnen. Wo sie am 26. Mai Wählerstimmen auszählen werden, wissen sie noch nicht. Doch bereits seit Januar ist für die beiden Kasseler Wirtschaftsstudenten klar, dass sie sich für diesen Urnengang als Wahlhelfer zur Verfügung stellen wollen.

„Es ist super wichtig, auf diesen demokratischen Prozess aufmerksam zu machen und an der Wahl auch teilzunehmen“, sagt Wienecke. Über die Plakate hätten sie von der Suche der Stadt nach Wahlhelfern erfahren und sich gemeldet. Wählen wäre er aber auch so gegangen, versichert Galkin. „Die Europawahl stand bei mir ganz oben auf der To-do-Liste.“

Für die Studenten wird es an diesem Wahlsonntag nun mit einem kurzen Besuch im Wahllokal und einem schnellen Kreuzchen nicht getan sein. Als Wahlhelfer steht ihnen am 26. Mai ein längerer ehrenamtlicher Einsatz bevor. In jedem Wahllokal wird ab 7.30 Uhr in zwei Schichten gearbeitet, um etwa sicherzustellen, dass die Stimmzettel geheim ausgefüllt werden und nur Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben. Ab 18 Uhr, wenn die Wahllokale schließen, werden die Ergebnisse im jeweiligen Wahlbezirk ermittelt. Dann müssen alle Wahlhelfer an Bord sein.

Die neuen Wahlvorsteher und Schriftführer werden geschult und erhalten einen Leitfaden für ihre Arbeit. Als Dankeschön gibt es ein sogenanntes Erfrischungsgeld von rund 35 Euro, für Schulungen weitere zehn Euro. 1800 Wahlhelfer benötigt die Stadt Kassel pro Wahl. Bürgermeisterin Ilona Friedrich (SPD) hat jetzt für die Wahlhelfer-Kampagne zur Europawahl positive Bilanz gezogen. „Seit Januar haben sich 170 Freiwillige über unser Online-Formular gemeldet.“ Weitere 100 hätten angerufen oder seien gleich ins Rathaus gekommen.

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Wie berichtet, war die Plakat- und Social-Media-Kampagne von dem Kulturdezernat und der Kunsthochschule Kassel mit Unterstützung der Ströer Deutsche Städte Medien GmbH (DSM) gestartet worden. Man habe mehr junge Menschen gewinnen und so das Durchschnittsalter der Wahlhelfer verjüngen können, berichtet Friedrich. Besonders erfreulich sei, dass sich Freiwillige aus Stadtteilen gemeldet hätten, in denen bisher die Besetzung der Wahlvorstände „herausfordernder“ gewesen sei. Weitere Aktionen zur Wahlhelfergewinnung sollen folgen.

Unter den jungen Leuten, die bei der Europawahl in Kassel erstmals als Wahlhelfer mitzählen werden, ist auch Thomas Lotze. Der 26-jährige Auszubildende der GWG Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft freut sich darauf und weiß bereits, wo er Dienst am Wahlsonntag versehen wird: als Schriftführer in Niederwehren.

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