Sie begleiten Sterbende in der Klinik

Hospizverein Kassel unterstützt Pflegepersonal im Elisabeth-Krankenhaus

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Freuten sich über die neue Vereinbarung: Krankenhausdirektorin Marieluise Labrie, Iris Füser, Koordinatorin des Palliativteams, Dr. Eberhard Schwarz, Landespfarrer für Diakonie i. R. und Vorsitzender des Hospizvereins, Jan Uhlenbrock, Leitender Koordinator des Hospizvereins. 

Am Elisabeth-Krankenhaus startet ein neues Kooperationsprojekt mit dem Hospizverein Kassel. Sterbende sollen so besser unterstützt werden.  

  • Hospizverein Kassel und das Elisabeth-Krankenhaus haben eine Vereinbarung getroffen.
  • Sterbende sollen so auch im Krankenhaus besser unterstützt werden. 
  • Es ist auch für das Pflegepersonal eine Entlastung.

Sterbende sollen im Elisabeth-Krankenhaus künftig noch besser begleitet werden. Jetzt haben Vertreter des Krankenhauses und des Hospizvereins eine Vereinbarung unterzeichnet, die der Startschuss zu einem einzigartigen Kooperationsprojekt ist.

Ehrenamtliche stehen dem Pflegepersonal zur Seite

Das Projekt sieht vor, dass Ehrenamtliche des Hospizvereins den Krankenhausmitarbeitern zur Seite stehen, wenn es darum geht, Zeit am Bett von sterbenden Patienten zu verbringen. 

„Das ist das, was das Pflegepersonal gerne machen möchte, aber in den heutigen Zeiten der Personalknappheit häufig nicht möglich ist“, sage die neue Pflegedirektorin Dagmar Doll.

Die meisten Menschen wünschten sich, zu Hause zu sterben, sagte Krankenhausdirektorin Marieluise Labrie beim Termin in der Klinik am Weinberg. 

Hospizverein unterstützt jetzt auch im Krankenhaus

Seit Jahren begleiteten Ehrenamtliche des Hospizvereins Kassel Schwerstkranke und Sterbende, die ihre letzte Lebenszeit in ihrem gewohnten Umfeld verbringen können. Aber viele seien auch gezwungen, ihre letzten Lebenstage im Krankenhaus zu verbringen.

Deshalb will der Hospizverein seinen Dienst auch im Krankenhaus anbieten. „Wir sind froh, dass das Elisabeth-Krankenhaus auf uns zugekommen ist und sich als Kooperationspartner angeboten hat“, sagt Jan Uhlenbrock, Leitender Koordinator des Hospizvereins. 

Hospizverein will Sterbende und Pflegekräfte unterstützen

„Wir wollen das Krankenhaus als Ort des Sterbens mehr in den Blick nehmen und Sterbende, Angehörige und Mitarbeitende unterstützen.“

Gerade bei alleinstehenden Patienten könne schon das bloße Da-Sein einer Person ein wichtiges Moment sein, um Sterbenden ihre letzten Tage und Stunden zu erleichtern, sagte Iris Füser, Koordinatorin des Palliativ-Teams im Elisabeth-Krankenhaus. 

„Wir begleiten mit unserem Palliativteam Schwerstkranke und Sterbende so intensiv wir können. Aber insbesondere an Nachmittagen oder gar in der Nacht können wir diese Begleitung personell gar nicht so leisten, wie wir gerne möchten.“ Mit dem Hospizverein arbeite man lange zusammen. „Es ist schön, dass diese Kooperation nun ausgedehnt wird.“

Ehrenamtliche arbeiten nach einem Bereitschaftsplan

Ein Bereitschaftsplan, bei dem 16 Ehrenamtliche (15 Frauen und ein Mann) die gesamte Woche täglich bis spät in die Nacht abdecken, ist bereits aufgestellt. Die Ehrenamtlichen haben mit Iris Füser und Marieluise Labrie das Elisabeth-Krankenhaus kennengelernt.

„Wir freuen uns sehr über die künftige Unterstützung durch den Hospizverein“, sagte Schwester Astrid Kulick. Man werde eng zusammenarbeiten und sei „sehr froh, dass der Hospizverein nun mit seinen engagierten und erfahrenen Frauen und Männern noch eine weitere Unterstützung für Patienten und Mitarbeitende“ anbiete.

Mit dem Beistand des Hospizdienstes dürften sich auch Angehörige beim Wachen am Patientenbett künftig eine Pause gönnen. 

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