Nach der documenta 15

Die Orangerie soll saniert werden: Finanzierung ist noch nicht in Sicht

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Beliebter Logenplatz bei sonnigem Wetter: Die Café-Terrasse vor der Orangerie am Rand der Karlsaue. 

Die Orangerie an der Karlsaue soll grundlegend saniert werden. Die Arbeiten würden mehrere Jahre dauern. Die Planungen stehen erst am Anfang.

Bei den kulturellen Sanierungsprojekten der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) zeichnet sich ein weiteres größeres Vorhaben ab: In den kommenden Jahren, jedoch erst nach der documenta 15 im Jahr 2022, soll die Orangerie an der Karlsaue grundlegend saniert werden. 

Das bestätigte MHK-Sprecherin Lena Pralle auf Anfrage der HNA. Nach ihren Worten gibt es schon länger die Absicht, die Landesausstellungen in der Orangerie neu zu konzipieren.

In der Orangerie befindet sich auch Hessens größtes Planetarium

In dem barocken Gebäude befinden sich das Astronomisch-Physikalische Kabinett mit einer weltweit bedeutenden Sammlung wissenschaftlicher Messinstrumente sowie Hessens größtes Planetarium.

Für eine Neuausrichtung gebe es aber noch keine konkrete Planung: „Wir stehen erst ganz am Anfang“, sagte Pralle. Entsprechend sei auch die Finanzierung aus dem Landeshaushalt noch nicht in Sicht.

Klar sei aber, dass eine neue Präsentation des Museumsbereichs nur dann sinnvoll sei, „wenn man das ganze Gebäude anfasst“– sprich: sanierungstechnisch auf einen aktuellen Stand bringt.

Die Arbeiten würden mehrere Jahre lang dauern

Dies werde voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen; schon für das Aus- und Wiedereinlagern der Exponate sei je etwa ein halbes Jahr zu veranschlagen. Auf jeden Fall solle die Orangerie erst nach Ablauf der kommenden documenta zur Baustelle werden, damit sie den Kuratoren der Weltkunstschau prinzipiell als Spielort zur Verfügung steht.

Eine Grundsanierung des Gebäudes würde sich nach Angaben der MHK-Sprecherin auch auf den Gastronomiebereich in der Orangerie auswirken.

Wie bei allen gastronomisch bewirtschafteten historischen Gebäuden des Landes üblich, würde der Pachtvertrag auslaufen beziehungsweise gekündigt werden, bevor eine längere Sanierungsphase beginnt. Nach Abschluss der Arbeiten werde der Pachtvertrag dann zu aktualisierten Bedingungen neu ausgeschrieben. „Dann können sich natürlich auch bisherige Betreiber wieder bewerben“, sagte Pralle.

Erst vor Kurzem war die Orangerie in den Schlagzeilen: Der Betreiber der Gastronomie hatte Insolvenz angemeldet - allerdings läuft der Gastro-Betrieb normal weiter.

Von Axel Schwarz

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