Enkeltrick und falsche Polizisten

Polizei Kassel warnt vor Betrügern am Telefon 

+
Die Polizei warnt aktuell vor Betrügern, die vor bei Senioren in Kassel und Umgebung anrufen. Sie gibt Tipps, wie man sich am besten Verhalten sollte.

Kassel. Die Kasseler Polizei warnt aktuell vor Betrügern, die am Freitag bei Senioren in Kassel und Umgebung angerufen haben.

Bislang hätten sich gut ein Dutzend Senioren bei der Polizei gemeldet, vorwiegend aus den Kasseler Stadtteilen Oberzwehren, Nordshausen und Brasselsberg, die Anrufe mit der Masche Enkeltrick oder durch falsche Polizeibeamte erhalten hätten, teilt Polizeisprecher Matthias Mänz mit. Glücklicherweise hätten die älteren Menschen aber die Betrüger durchschaut.

Die polizeiliche Erfahrung zeige aber, dass die Betrüger weitere Senioren angerufen haben oder anrufen werden, häufig in der gesamten Region. Aus diesem Grund bittet die Kasseler Polizei um erhöhte Vorsicht bei verdächtigen Anrufen. Insbesondere die Angehörigen möglicher Opfer sollten mit ihren Eltern oder Großeltern über diese Betrugsmaschen reden und sie darüber aufklären.

Aktuell versuchten Betrüger, mit zwei verschiedenen Maschen an die Ersparnisse der Angerufenen zu kommen. Sowohl die Anrufe vermeintlicher Enkel als auch angeblicher Polizisten wurden der echten Polizei gemeldet.

Die Enkeltrick Betrügereien beginnen häufig mit einer Fragestellung, wie zum Beispiel: „Rate mal, wer dran ist?“. Ist dem Angerufenen so erst mal der Vorname eines nahen Verwandten entlockt, haben die Betrüger leichtes Spiel, geben sich als der- oder diejenige aus und täuschen finanzielle Notsituationen vor.

Klingelt aus heiterem Himmel das Telefon und am anderen Ende der Leitung berichtet ein angeblicher Polizei- oder Kriminalbeamter von der Festnahme einer Einbrecherbande in der Nachbarschaft, dann deutet bereits vieles auf einen Betrugsversuch hin. Berichtet der vermeintliche Polizist dann auch noch davon, dass bei den Einbrechern eine Liste gefunden wurde, auf der auch der Name der Angerufenen steht und man nun in großer Sorge um deren Wertsachen sei, sollten alle Alarmglocken schrillen und das Gespräch sofort beendet werden.

Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Betrügern am Telefon

  • Sprechen Sie mit Angehörigen, die Opfer werden könnten, über diese Betrugsmaschen.
  • Die Polizei erfragt am Telefon keine Details zu Kontodaten oder Wertgegenständen im Haus.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen oder familiären Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Beenden Sie das Gespräch mit dem Anrufer unbedingt zuvor.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.