Viel Spaß für drei bis sechs Spieler

Trend Escape Games: Bei dieser digitalen Schnitzeljagd kann man Kassel retten

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Die Lockis: Die HNA-Mitarbeiter (von links) Sindy Peukert, Dominik Großpietsch, Christina Schröder, Tobias Schulte und Max Morrison bei der digitalen Schnitzeljagd.

Kassel. Escape Games sind der Spieletrend der Saison. In Kassel kann man bei der "Operation Mindfall" auf digitale Schnitzeljagd gehen. Wir haben es ausprobiert und wurden überrascht. 

Kassel ist in großer Gefahr: Bösewichte wollen einen Virus freisetzen, um damit die Menschen zu steuern. Bei der modernen Schnitzeljagd „Operation Mindfall“ schlüpft man in die Rolle von Geheimagenten und begibt sich auf eine Jagd durch ganz Kassel, um den Feind aufzuhalten. Die Jagd bietet der Veranstalter „Lockbusters“ an, der auch andere Spiele wie Escape Games im Angebot hat. Wir haben die „Operation Mindfall“ getestet.

Die Ausstattung

Drei bis sechs Spieler erhalten zu Beginn einen Agentenkoffer, ein Tablet und einen tragbaren Lautsprecher. Der Koffer ist verschlossen. Um ihn zu öffnen, muss erst ein Rätsel gelöst werden. Start ist vor dem Rathaus. Nach einer Einführung geht es auch schon los: In zweieinhalb Stunden muss Kassel gerettet werden, die Zeit läuft. Der Inhaber von Lockbusters, Björn Wolfram, verspricht eine Mischung aus Schnitzeljagd, Mini-Spielen und Geocaching mit 15 Aufgaben.

Die Wege

Knapp vier Kilometer ist man in Kassel unterwegs. Man muss sich nicht dafür auskennen. Das Tablet zeigt auf einer Karte, zu welchen Orten man gehen muss, um die Aufgaben zu lösen. Ist man nicht nah genug, bleibt die Aufgabe gesperrt. In der Innenstadt braucht man, wenn man schnell geht, rund fünf Minuten zur nächsten Aufgabe. Man muss aber auch zur Fulda und Karlsaue, diese Wege dauern dann etwas länger. Wer will, kann natürlich rennen, wie es sich eigentlich bei einer echten Jagd gehört.

Die Rätsel

Ein Vorwissen über Kassel ist nicht nötig. Besonders schön: Bei der Schnitzeljagd handelt es sich zwar um eine Grundsoftware. Wolfram hat sich aber Rätsel überlegt, die Orte wie den Friedrichs- und Königsplatz miteinbeziehen. Man kommt an schöne Orte von Kassel, die auch für Touristen interessant sind. Die Schwierigkeitsgrade der Aufgaben variieren von sehr einfach bis sehr schwer. Die Jagd geht aber auch dann weiter, wenn das Team eine Aufgabe nicht lösen kann: Man kann Tipps anfordern oder die Aufgabe überspringen. Dabei werden allerdings Punkte eingebüßt. Ein weiterer positiver Punkt: Auch wenn das Team die zweieinhalb Stunden überschreitet, bekommt es weitere 30 Minuten.

Fazit

Die moderne Schnitzeljagd „Operation Mindfall“ bietet viele Aufgaben, die großen Spaß machen. Für fast drei Stunden ist man durchgehend beschäftigt, weswegen wir den Preis von 139 Euro für angemessen halten. Allerdings kann nicht immer jeder in der Gruppe bei jeder Aufgabe mitmachen. Ein Team von drei bis vier Leuten reicht, jedoch ist es dann teurer für jeden Einzelnen. Ein weiterer Tipp: Alle Aufgaben sorgfältig lesen, auch wenn die tickende Uhr nervös macht. Wir passten einmal nicht auf, und konnten das wichtigste Utensil, den Koffer, nicht öffnen. Später kamen wir besser mit den Rätseln zurecht und retteten Kassel vor dem Virus. Nur der Rest der Welt wäre untergegangen, weil wir die Bombe nicht entschärfen konnten.

Service

Eine Gruppe von Geheimagenten kann aus drei bis sechs Spielern bestehen. Der Preis pro Gruppe beträgt 139 Euro. Bis zu vier Gruppen können zeitgleich versuchen, Kassel und die Welt zu retten. Die Spieldauer beträgt zwei bis drei Stunden. Treffpunkt ist vor dem Haupteingang des Rathaus Kassel. Der Veranstalter empfiehlt unbedingt bequeme Schuhe und zum Wetter passende Kleidung. Die Jagd findet auch bei Regen statt. Alle weiteren Infos gibt es hier

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