Noch an Vertrag gebunden

Stadt zahlt Miete für leere Stadtteilbibliothek

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Geschlossen: Die Räume für die Stadtteilbibliothek Kirchditmold hat die Stadt aber noch bis März 2015 gemietet.

Kassel. Die Stadtteibibliotheken Wilhelmshöhe, Kirchditmold und Fasanenhof sind infolge des gescheiterten Bürgerentscheids seit 1. Oktober geschlossen. Trotzdem zahlt die Stadt noch länger Miete.

Nur für einige wenige Tage im Oktober wird noch mal geöffnet, damit Nutzer noch Bücher zurückgeben können. Für die Räume der Kirchditmolder Zweigstelle an der Baumgartenstraße ist die Stadt aber noch an einen Mietvertrag gebunden, der bis Ende März 2015 läuft.

Sollte es der Rathausverwaltung nicht doch noch gelingen, vorzeitig aus diesem Vertrag zu kommen, müsste die Stadt für 17 Monate Miete bezahlen, obwohl sie die Räume nicht mehr nutzt. Die Monatsmiete beträgt 665 Euro, das wären also insgesamt 11.300 Euro.

Nach Auskunft von Rathaussprecherin Petra Bohnenkamp sei die Stadt aber noch in Verhandlungen mit dem Vermieter über eine vorzeitige Beendigung des Mietverhältnisses. Zudem plane die Bürgerinitiative zum Erhalt der Stadtteilbibliotheken die Gründung eines Vereins, der die Bestände der Zweigstelle der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen will. „Zu diesem Thema sind Gespräche mit der Bürgerinitiative, den Schulen im Stadtteil und dem Ortsbeirat geplant“, sagt Bohnenkamp.

Die Stadtteilbibliothek Wilhelmshöhe in der Friedrich-Naumann-Straße ist im Eigentum der Stadt Kassel. Die Verwaltung plant, das Grundstück zu verkaufen. Als Nettoerlös hat die Stadt für das übernächste Haushaltsjahr 170.000 Euro eingeplant.

Die Stadtteilbibliothek Fasanenhof ist in einem separaten Gebäude der Grundschule Bossetal untergebracht. Unter anderem in Abstimmung mit der Schule soll es eine Einigung über eine weitere Nutzung des Gebäudes geben.

Um unter den Schutzschirm des Landes zu schlüpfen, hatte die Stadt die drei Bibliotheken geschlossen. So sollen jährlich 360.000 Euro gespart werden. Für dieses Jahr gelte dieses Ziel noch nicht, hatte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) gesagt.

Von Bastian Ludwig

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