Den Auftakt macht Nordshausen

Kassels Stadtgeburtstag wird künftig jedes Jahr gefeiert

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Erinnerung an den Stadtgeburtstag: Den historischen Festzug im Jahr 1913 führten Darsteller von König Konrad I. und seinem berittenen Gefolge an.

Kassel. Spätestens sei dem Jubiläum 1100 Jahre Kassel  ist bekannt: Der 18. Februar 913 gilt als Geburtstag der Stadt. Und dieser soll künftig jedes Jahr gefeiert werden.

Am 18. Februar 913 unterzeichnete König Konrad I. wahrscheinlich in der Nähe des heutigen Regierungspräsidiums am Steinweg zwei Urkunden. Diese ersten schriftlichen Belege gelten als Geburtsurkunde Kassels. Der Stadtgeburtstag soll demnächst immer gefeiert werden. Und zwar reihum in allen 23 Stadtteilen.

„Den Auftakt macht Nordshausen“, sagt Carina Mihr, die im Rathaus für die Organisation dieser Veranstaltung zuständig ist. Das Programm wird ähnlich wie bei den Veranstaltungen zum runden Stadtgeburtstag vor zwei Jahren von ehrenamtlichen Helfern auf die Beine gestellt. Es gibt auch professionelle Unterstützung.

In der Sporthalle Nordshausen begrüßt der Theatermacher und Schauspieler Stephan Becker alias Jacob Grimm die Besucher. Weil in die Sporthalle nicht mehr als 150 Gäste passen, müsse man vorher Einladungen verteilen, sagt Carina Mihr. 22 Stadtteile sind mit jeweils vier Vertretern eingeladen, Gastgeber Nordshausen hat ein größeres Kontingent.

Bei der Feier zum 1102. Geburtstag Kassels - der zum 1101. fand im Bürgersaal des Rathauses statt - steht das Thema Märchen im Mittelpunkt. Anlass ist die Eröffnung der Grimmwelt im Sommer. Eine Präsentation durch Museumsleiterin Susanne Völker gehört ebenso zum Programm wie Auftritte des Gesangvereins und Männerchors Nordshausen, von Pfarrer Stefan Nadolny (Wesertor) mit einem Märchensong, der Musik- und Tanz AG der Hegelsbergschule (Nordstadt) sowie des Jazz-Duos Upper Ground (Brasselsberg). Zugesagt haben auch Carsten Höhre (Harleshausen) und Büttenrednerin Regina Braunewell (Philippinenhof/Warteberg).

Der Veranstaltungsort selbst hat übrigens eine interessante Geschichte, die ein typischer Teil der Stadthistorie ist. Unmittelbar nach dem Krieg stand das aus Holzbalken gezimmerte Gebäude noch am Brasselsberg. Dort nutzten es amerikanische Soldaten als Offizierskasino.

Ehemalige Kirche 

Als die Amerikaner abzogen, diente die Konstruktion bis zum Bau der Emmauskirche (1952) als Gotteshaus. Danach wurde der Holzbau abtransportiert und steht seitdem - mittlerweile sanierungsbedürftig - in Nordshausen.

Der Gastgeber für den 1103. Stadtgeburtstag steht bereits fest. Eine Delegation der Kirchditmolder Zähjenböcke will in Nordshausen schon mal für das Fest im kommenden Jahr werben.

Von Thomas Siemon

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