Anbau ans Kongress Palais eröffnet bessere Möglichkeiten der Vermarktung

Stadthalle Kassel in neuem Licht

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Effektvolles Licht: Architekt Alexander Reichel im neuen Foyer.

Kassel. Rosa für die Damen, Hellblau für die Herren: Die Wandfarben in den Toiletten zählen zu den wenigen Spielereien im neuen Kolonnadenflügel der Stadthalle. Im Foyer wechselt das Licht die Farbe. Rot, Grün, Gelb, Blau - die Töne geben dem Raum ein besonderes Flair.

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Die Lampen kaschieren zugleich die dicken Lüftungsrohre unter den Deckengewölben, die entfernt an alte Konstruktionen erinnern.

Ansonsten orientiert sich die Farbgebung in dem 6,1 Millionen Euro Erweiterungsbau an dem historischen Sandsteingebäude. Moderne und Tradition zu vereinen, das ist dem Kasseler Architekten Prof. Alexander Reichel meisterhaft gelungen. Das Raster der Lichtdecke in dem neuen Saal erinnert an die historischen Säle, die eingefärbten Betonsäulen der Fassadenkonstruktion an das alte Entree.

Fotos der neuen Stadthalle

Stadthalle Kassel in neuem Glanz

Rasterdecke: Metallbauer Gino Knaier betrachtet die Tageslichtleuchten im großen Saal, die für eine natürliche Beleuchtung sorgen. In die Wandfugen sind Neonleuchten eingelassen. Durch Fenster und Türen fällt der Blick auf die Arkaden, die frisch gestrichen wurden. Fotos: Malmus

Nicht nur architektonisch ist der mit viel Liebe zum Detail geschaffene Anbau ein Glanzstück. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen - von der Akustik bis zur Tageslichtdecke. Die Statik stellt sicher, dass selbst Großskulpturen und Fahrzeuge gefahrlos in dem großen Saal mit den fahrbaren Trennwänden gezeigt werden können. „Eine hohe Flexibilität war uns ganz wichtig“, sagt Peter Ley, Geschäftführer des Tagungszentrums Stadthalle Kassel (TSK) und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) der Stadt Kassel.

Blick in den Stadthallengarten: Eine großzügige Treppenanlage führt ins Foyer des Anbaus.

Im transparenten Zwischenbau sorgen Lichtkuppeln für weitere Helligkeit. Vom Foyer gelangen Besucher mit einem Lift oder über zwei Treppenaufgänge nach oben - vorbei an einer mühevoll rekonstruierten Sandsteinfassade. Erschlossen wird der zweigeschossige Anbau durch eine großzügige Treppenanlage, die mit 40 Jahre alten Felsenbirnen bepflanzt ist und in ihrer Symmetrie Ruhe wie ein Zen-Garten ausstrahlt.

Die Erweiterung der Stadthalle war dringend nötig. Die Anfragen bis 2015 zeigten, dass das Haus für Veranstalter erst jetzt richtig interessant sei, sagt Stadthallen-Leiter Oliver Höppner. Nun könnten im Altbau ein Konzert und parallel dazu im Anbau eine Tagung stattfinden. Mit dem Ausbau verfügt das Kongress-Palais über 25 Säle sowie über 8000 Quadratmeter Innen- und Außenfläche.

Von Ellen Schwaab

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