Zum Stadtjubiläum: Panini-Album mit Kassel-Bildern

So könnte Kassels Panini-Album aussehen: Einen Entwurf für die Titelseite gibt es bereits. Fotos: Juststickit/nh

Kassel. Kassel bekommt zum Stadtjubiläum eine geklebt. Oder besser gesagt viele Tausende. Zum 1100. Geburtstag soll es nämlich ein Panini-Sammelalbum mit Kassel-Stickern geben.

Bekannt geworden sind die Panini-Hefte in den 70er-Jahren mit Fußballbildern. Die beiden Hamburger Journalisten Alexander Böker und Oliver Wurm hatten vor vier Jahren die Idee, solche Aufkleber-Alben auch für deutsche Städte aufzulegen. In Hamburg, Berlin, München, Frankfurt und Düsseldorf haben sie damit schon die große Sammelwut ausgelöst. Mit Kassel wagen sich die beiden Unternehmer, die laut Böker „mit kindlicher Begeisterung bei der Sache“ sind, erstmals an eine mittelgroße Stadt.

Eingefädelt hat das besondere Jubiläumsprojekt der Kasseläner Christian Bollermann. Er war auf die Städte-Sammelalben aufmerksam geworden und sah im Jubiläumsjahr die Chance, das Projekt auch für Kassel umzusetzen. „Ich bin hier geboren und wollte als Lokalpatriot so ein Heft unbedingt auch für meine Heimatstadt“, sagt der 27-jährige Wirtschaftswissenschaftler, der bei VW im Original-Teile-Center arbeitet. Mit einem Besuch in Hamburg, bei dem er sich „den Mund fusselig geredet“ habe, und einer Zwei-Tages-Tour durch Kassel habe er die beiden Macher der Sammelalben überzeugt.

Wollen Kassel eine kleben: Alexander Böker und Oliver Wurm haben sich auf Städte-Sammelalben spezialisiert.

Wenn alles läuft wie geplant, sollen zum Stadtgeburtstag am 18. Februar 2013 (genau 1100 Jahre nach Ausstellung der ersten Erwähnungsurkunde Kassels) die Panini-Alben auf den Markt kommen. 50 000 Sammelhefte sollen direkt bei Panini in Italien gedruckt werden, außerdem 2,5 Millionen Aufkleber. 216 verschiedene Motive sind vorgesehen. Die Aufkleber-Päckchen mit je fünf Stickern sollen für 50 Cent an Kiosken, Tankstellen und in Supermärkten erhältlich sein.

Geplant sind auch Tauschbörsen, die zugleich Gelegenheit zur Begegnung von Menschen verschiedener Generationen und aus verschiedenen Stadtteilen bieten sollen. Es sei keineswegs so, dass nur junge Leute ins Sammelfieber verfallen, sagt Alexander Böker. „Auf einer Tauschbörse in Düsseldorf tausche ein Achtjähriger seinen Heinrich-Heine-Sticker mit einer 82-Jährigen, die ihm das Bild der Punkband Die Toten Hosen gab“, erzählt der 40-Jährige. „Von solchen Momenten lebt die Aktion.“

Von Herkules bis Waschbär

Wenn die Finanzierung endgültig steht, wollen sich Böker und Wurm mit Hochdruck an die Auswahl der Bilder machen. Einige sind natürlich schon gesetzt: Auf der Seite mit den berühmten Bauwerken Herkules und Rathaus, bei den legendären Kasselern die Brüder Grimm und Philipp Scheidemann, im Bereich Sport KSV und Kassel Huskies. Und auch Ahle Wurscht und Waschbären dürfen natürlich nicht fehlen. Zu jedem Aufkleber gibt es einen erklärenden Text. „Es wird deutlich informativer als die Fußball-WM-Alben“, versprechen die beiden Hamburger Journalisten, die inzwischen auch bei Kasseler Besonderheiten wie Weckewerk bestens im Bilde sind.

Von Katja Rudolph

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