Januar oder Februar 2016

Stadtmuseum: Eröffnung in vier Etappen

Auf dem Weg zur Wiedereröffnung: Das komplett sanierte Kasseler Stadtmuseum am Ständeplatz. Im neuen, turmartigen Anbau (rechts) soll am 30. Oktober die erste Sonderausstellung mit dem Titel „Utopie documenta“ starten. Foto: Schachtschneider (nh)

Kassel. Schrittweise soll das komplett sanierte Kasseler Stadtmuseum am Ständeplatz wieder in Betrieb genommen werden.

Bis zur vollständigen Wiederöffnung wird es aber noch bis zum Januar oder Februar 2016 dauern, sagt Kassels Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen (SPD).

Im jüngsten Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung sprach Hilgen von einer geplanten „Eröffnung in Stufen“. Die CDU-Rathausfraktion hatte in Sachen Stadtmuseum eine Anfrage gestartet. „Wir hätten gern Klarheit“, sagte Stadtverordneter Marcus Leitschuh.

Erster Schritt ist der Umzug der provisorischen „Schaustelle“ des Museums, die während der fünfjährigen Bauzeit an der Wilhelmsstraße 2 eingerichtet war, in die neuen Museumsräume. Der Umzug soll in der kommenden Woche starten. Im März werden dann die Mitarbeiter und die Museumsverwaltung ins erneuerte Haus am Ständeplatz umziehen.

Am Samstag, 25. April, wird sich das neue Stadtmuseum mit einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorstellen. Alle Räume werden dann zu besichtigen sein, sind aber noch nicht endgültig eingerichtet und noch nicht mit allen vorgesehenen Ausstellungsobjekten bestückt.

Dritter Schritt ist dann im kommenden Herbst die erste Sonderausstellung im neuen, turmartigen Anbau des Stadtmuseums, die am Freitag, 30. Oktober, eröffnet werden soll. Kuratiert von Dr. Harald Kimpel vom städtischen Kulturamt, geht es in der Ausstellung um die Kasseler Kunstausstellung documenta, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiern kann. Der Titel der Ausstellung lautet „Utopie documenta“.

Anfang des kommenden Jahres soll das neue Museumshaus dann komplett wieder eröffnet werden. Geplant war das ursprünglich im Sommer dieses Jahres. Doch für eine beschleunigte Einrichtung des Stadtmuseums mit Überstunden, Wochenend- sowie Nachtarbeit hat die Stadt kein Geld. Eine Beschleunigung „würde die Kosten weiter erhöhen“, sagt Hilgen. Deshalb bleibe es beim jetzt angestrebten Eröffnungstermin im Januar oder Februar 2016.

Noch höhere Kosten sollen vermieden werden, weil die Stadt rund 4,5 Millionen Euro mehr für die Museumssanierung berappen muss als ursprünglich geplant. Die erste Kostenkalkulation für den Um- und Ausbau des historischen Gebäudes hatte 2010 bei 7,5 Millionen Euro gelegen. Die Gesamtkosten waren über die Jahre aber auf insgesamt rund zwölf Millionen Euro gestiegen. Foto: Malmus (nh)

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