Jetzt bei zwölf Mio. - Gefeuerter Architekt kassiert 135.000 Euro

Stadtmuseum wird weitere Million teurer

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Kassel. Der Um- und Ausbau des Stadtmuseums am Ständeplatz wird eine weitere Million Euro teurer. Damit kostet die Sanierung des Gebäudes samt des turmartigen Neubaus nun insgesamt annähernd zwölf Millionen Euro. Die erste Kostenkalkulation hatte 2010 bei 7,5 Millionen Euro gelegen.

Mit der Hiobsbotschaft wartete Kassels Baudezernent Christof Nolda (Grüne) in einer Sitzung des Stadtverordnetenausschusses für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen auf. Der Ausschuss hat dem Stadtparlament empfohlen, auch die weitere Million zu bewilligen.

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Artikel zum Kasseler Stadtmuseum

Noch im Dezember 2012 hatte Nolda bekräftigt, dass es bei den derzeit im Stadtetat veranschlagten Kosten von 10,9 Millionen Euro bleibe: „Mehr will ich in dieses Haus nicht reinstecken.“

Doch bereits im Laufe dieses Jahres wurde klar, dass die Stadt noch Geld drauflegen muss. Unter anderem für eine Schlusszahlung von 135.000 Euro an das Berliner Architekturbüro Hufnagel, Pütz, Rafaelian, das die Stadt im Juli dieses Jahres rausgeworfen hatte, nachdem die Kosten explodiert und die Verhältnisse zwischen allen Beteiligten zerrüttet waren. Mit dem Vergleich vermeide die Stadt mögliche, weitaus höhere Zahlungen an den Architekten wegen dessen Urheberrechten, erklärte Nolda im Ausschuss. Auch die Umplanung und der Zeitverzug müssten bezahlt werden, begründete der Stadtbaurat die erneute Kostensteigerung. Die Stadt arbeitet seit dem Sommer mit dem Kasseler Architekturbüro Sprengwerk zusammen. Ende 2014 soll das bereits seit fast vier Jahren geschlossene Museum am Ständeplatz wieder öffnen.

Den Löwenanteil der Mehrkosten fürs Museum will die Stadt mit 655.000 Euro aus Geld für den Straßenausbau schöpfen. Die Straßen sollen später ausgebaut werden. Auch aus dem Topf für Verkehrsberuhigung werden 100.000 Euro abgezwackt.

Archiv 08/2012: Der Baufortschritt am Kasseler Stadtmuseum

Der Baufortschritt am Kasseler Stadtmuseum

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