Feuerwerksreste

Stadtreiniger: Der gröbste Dreck ist weg

Im Sondereinsatz gegen Böller- und Raketenfetzen: Schon am Neujahrstag machten die Stadtreiniger Martin Vossbeck, Patrick Westphal und Paul Ehrlich Ordnung auf der Friedrich-Ebert-Straße. Seit heute werden die Feuerwerksreste im Rahmen der turnusmäßigen Straßenreinigung beseitigt. Foto: Zgoll

Kassel. Nach der Böllerei zum Jahreswechsel waren Kassels Straßen und Plätze bis zum Mittwochmittag wieder weitgehend von Knaller- und Raketenresten befreit.

Etwa 20 Kubikmeter dieser Hinterlassenschaften haben Sondertrupps der Stadtreiniger seit dem Neujahrsmorgen an Brennpunkten beseitigt, sagte Unternehmenssprecherin Birgit Knebel. Noch einmal deutlich mehr Knallkörpermüll werde im Lauf der nächsten zwei Wochen während der turnusmäßigen Straßenreinigung in den Wohngebieten zusammenkommen.

Das milde, frostfreie Wetter habe den Reinigungstrupps einen problemlosen Einsatz und den Kasselern einen relativ sauberen Jahresstart beschert, sagt Knebel. „Wäre das Zeug angefroren oder in Schneehaufen festgebacken, würde man es noch wochenlang auf den Straßen sehen.“ Da die etwa 100 diensthabenden Kräfte der Straßenreinigung derzeit keinen Winterdienst leisten müssten, gehe die Feuerwerks-Säuberung zügig vonstatten. Zudem würden dankenswerterweise „bestimmt 90 Prozent“ aller Wohnstraßen-Anrainer mithelfen, die Knallkörperreste zu beseitigen.

Sonderschichten

Mit Sonderschichten kurz vor Silvester hätten die Stadtreiniger noch möglichst viele Altpapiercontainer an neuralgischen Punkten geleert, um erstens Platz nach den Weihnachtstagen zu schaffen und zweitens das Brandrisiko durch eingeworfene Knallkörper gering zu halten. Drei Container – einer an der Adolf- und zwei an der Frankfurter Straße – seien in der Neujahrsnacht in Flammen aufgegangen. In den Vorjahren habe es mehr solcher Vorfälle gegeben, sagt Stadtreiniger-Sprecherin Knebel. An mehreren Stellen im Stadtgebiet, etwa an der Neuen Fahrt, am Bebel- und am Stockplatz, werde Altpapier in unterirdischen Behältern gesammelt. Dort seien die Einwurfschächte vorübergehend mit speziellen Blenden verschlossen worden, um die Papierbunker vor übermütigen Feuerwerkern zu schützen. Seit Mittwoch früh, 7 Uhr, seien die Behälter wieder benutzbar.

Der Eindruck vieler Benutzer, dass zwischen Weihnachten und Neujahr viel mehr Papier als üblich in die Container geworfen wird, lasse sich aus den Zahlen der Stadtreiniger nicht bestätigen, sagt Birgit Knebel. „Vom Gewicht her fahren wir nicht mehr Altpapier ab als zu anderen Zeiten.“ Im Durchschnitt seien dies 380 Tonnen pro Woche. Dass viele Behälter dennoch in Windeseile randvoll sind oder gar überquellen, habe einen anderen Grund: Rund um Weihnachten würden überdurchschnittlich viele Kartonverpackungen entsorgt, aber oft vor dem Einwurf nicht flachgelegt oder sonst wie zerkleinert.

„Wegen des größeren Volumens sind die Container natürlich viel schneller voll“, sagt die Stadtreiniger-Sprecherin. Jeder Benutzer könne mit wenig Mühe einen Beitrag dazu leisten, dass die Stadtreiniger einer größeren Menge Feiertagsmüll rechtzeitig eine Abfuhr erteilen können.

Von Axel Schwarz

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