Auf Stadtrundfahrt durch Kassel mit Bouffier

Kassel. Ihren 74. Geburtstag wird Renate Küllmer aus Kassel wohl nicht so schnell vergessen. Mit ihrem Lebensgefährten, ihrer Tochter und ihrer Schwester nahm sie am Mittwochmittag an der Stadtrundfahrt mit Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) teil.

Das sei ein großer Wunsch von ihr gewesen, sagt Küllmer. Sie schätze an Bouffier seine „Freundlichkeit, Nettigkeit und Aufrichtigkeit“.

Der Ministerpräsident ließ es sich nicht nehmen, dem Geburtstagskind bei der Pause am Herkules ein „Happy Birthday“ mit allen Teilnehmern und HNA-Chefredakteur Horst Seidenfaden zu singen.

Seidenfaden moderierte die Stadtrundfahrt in dem Doppeldecker des Busunternehmens Fredrich. Natürlich sprach er Bouffier auch auf die Bundes- und Landtagswahl an. Er rechne mit einem engen Ergebnis auf Landesebene, sagte der Ministerpräsident. „In Hessen fallen Entscheidungen knapper aus als in anderen Ländern.“

In Kassel herrsche eine Hitze wie in Phnom Penh (im Bus waren 41,2 Grad), sagte der Ministerpräsident in Anspielung darauf, dass in der kambodschanischen Hauptstadt bald die Entscheidung fällt, ob die Wasserspiele im Bergpark von der Unesco zum Welterbe ernannt werden.

Das war nur ein Thema, über das Bouffier mit den Teilnehmern sprach. Flughafen Kassel-Calden – ist er enttäuscht über die Entwicklung der Passagierzahlen?, wollte Seidenfaden wissen. „Ich hätte mir gewünscht, dass es steiler nach oben geht“, räumte Bouffier ein, machte aber gleichzeitig deutlich, dass es sich beim Bau des Flughafens um eine strukturpolitische Entscheidung für die nächsten 50 Jahre gehandelt habe. Nichtsdestotrotz müsse man aufpassen, dass Calden kein „Dauersubventionsgrab auf ewig“ werde.

Apropos Geld – Hessens Ministerpräsident hofft, dass die Klage des Landes vor dem Bundesverfassungsgericht, weniger in den Länderfinanzausgleich abgeben zu müssen, von Erfolg gekrönt wird. Wenn Hessen nur noch eine statt zwei Milliarden Euro zahlen müsse, dann könne man sich auch Gedanken darüber machen, ob alle Kita-Plätze künftig kostenfrei sind.

Bilder von der Rundfahrt

HNA-Busfahrt mit Volker Bouffier

Bei der Fahrt trafen sich auch alte Verhandlungspartner wieder. Jörg Stein, früherer Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, hat viele Stunden mit Bouffier verbracht, als der noch Innenminister war. Oft wurde gestritten. „Obwohl wir politisch nicht auf einer Linie waren, haben wir uns immer gut verstanden und respektiert“, sagt Stein. Er fotografierte seine Familie mit dem Ministerpräsidenten, auch viele andere hatten Foto- und Autogrammwünsche. Am Scheidemannplatz verließ Bouffier den Bus unter Applaus.

Rubriklistenbild: © Koch

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