Stadtteile im Rampenlicht bei der 1100-Jahr-Feier

Bertram Hilgen

Kassel. Zu Kassels 1100-Jahr-Feier sollen auch die 23 Stadtteile groß herauskommen und sich das gesamte Festjahr 2013 hindurch jeweils zwei Wochen lang mit eigenen Aktionen vor Ort präsentieren.

Zwischen Harleshausen und dem Forstfeld, vom Brasselsberg bis zur Hasenhecke habe jeder Stadtteil sein eigenes Profil, das ins Scheinwerferlicht gerückt werden solle, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen bei der Vorstellung des dezentralen Feierkonzepts. Eine Idee dabei sei auch, ganz unterschiedliche Stadtteile miteinander in Kontakt zu bringen. Hilgen: „Wenn man voneinander weiß und etwas zusammen macht, stärkt das den städtischen Zusammenhalt.“

Das könnte nach den Vorstellungen des Organisationsbüros Kassel 1100 so aussehen, dass am Schnittpunkt der 14-Tages-Intervalle jeweils zwei Stadtteile eine gemeinsame Veranstaltung auf die Beine stellen, um den Staffelstab für den Präsentationsreigen weiterzugeben.

Auf diese Weise könnten sich zum Beispiel der Jungfernkopf als jüngster und Wolfsanger-Hasenhecke als ältester Stadtteil Kassels zusammenschließen - oder der Vordere Westen mit den meisten Einwohnern und Nordshausen als bevölkerungsmäßig kleinster Stadtteil.

Das Rathaus werde organisatorische Hilfestellung und eine Finanzspritze von jeweils 2500 Euro geben, sich aber ansonsten weitgehend heraushalten, sagte Hilgen. Nach seinen Worten setzen die Jubiläumsplaner darauf, dass die Kasseler selbst aktiv werden und das große Fest nicht bloß in einer Konsumentenrolle erleben. „Wir als Stadt werden keine Veranstaltungen in den Stadtteilen organisieren“, machte Hilgen klar. Er sei gespannt, welche Wege die Aktiven vor Ort finden, um die Besonderheiten ihres Stadtteils auf interessante Weise zu präsentieren. Ein Stück Unsicherheit in Bezug auf Ablauf und Ergebnisse müsse man bei einer solchen Herangehensweise aushalten.

Zum Stadtteilkonzept gehöre auch die Idee offener Türen: Im jeweiligen Zeitfenster könnten alle Unternehmen und Institutionen Schautage anbieten und hätten dabei die Gewähr, dass sich das öffentliche Interesse verstärkt auf ihren Stadtteil richten wird.

Etwa die Hälfte der Ortsbeiräte hat das Thema bereits aufgegriffen. „Die ersten Reaktionen sind ermutigend“, sagte Hans-Jochem Weikert, im Rathaus federführend bei der Festorganisation. In der Unterneustadt, in Oberzwehren und am Jungfernkopf hätten sich bereits Projektgruppen gebildet.

Planungstreff am 8. Dezember

Für den 8. Dezember ist ein Treffen von Vertretern aller Stadtteile geplant (18 Uhr, Rathaus). Dabei könne der vom Organisationsbüro vorgeschlagene zeitliche Ablauf noch angepasst werden, sagte OB Hilgen. Er rief die Verantwortlichen in den Stadtteilen auf, bis zu diesem Zeitpunkt jeweils einen Botschafter als Ansprechpartner zu benennen.

Für die Festplanungen auf Stadtteilebene wird es ab Montag, 17. Oktober, eine feste Ansprechpartnerin geben: Im Organisationsbüro „Kassel 1100“ des Rathauses ist Maria Boeck unter Tel. 787-2013 zu erreichen. Sie wird die Kontakte zwischen den Stadtteilbotschaftern herstellen, regelmäßige Sprechstunden anbieten und mit Rundbriefen über den weiteren Fortgang der Planungen vor Ort informieren. (asz)

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