Unbekannte Orte entdecken

Stadttouren „Kassel – drunter und drüber“: Unbekannte Orte entdecken

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Im Keller des Hauses Königsplatz 36: Bernd Tappenbeck (links) mit Jens Domes und einem Bild von Tom Gudella.

Kassel. Holzverschläge trennen kleine Räume voneinander ab. Ein schmaler Weg führt durch den verwinkelten Keller unter dem Geschäft Samen Rohde am Königsplatz.

Vor dem Krieg, bevor Bomben auf Kassel fielen, stand dort das Scholsche-Kaufhaus, erzählt Bernd Tappenbeck von der Projektgruppe Kassel Total des Vereins Vikonauten. Zusammen mit Tom Gudella und Jens Domes organisiert er die geschichtlichen Stadttouren „Kassel – drunter und drüber“. Der Keller am Königsplatz 36 ist einer der Ort, den die drei bei dieser Führung vorstellen möchten. Denn sie zeigen Orte, die sonst nur in Ausnahmefällen oder gar nicht zugänglich sind. Auch unbekannte Orte gehören dazu. „Das Besondere soll wiedergespiegelt werden und teilweise weiterentwickelt werden“, sagt Tappenbeck. Und so wird jeder dieser fünf Plätze auf seine Weise inszeniert.

Die Touren sind an vier Tagen, von Donnerstag bis Sonntag, 3. bis 6. Oktober, geplant. Sie starten jeweils um 11 Uhr, 14 Uhr, 17 Uhr und 20 Uhr und dauern zweieinhalb Stunden. Pro Person kostet die Teilnahme 20 Euro.

Anmeldung: VHS-Region Kassel, Tel. 05 61/10 03 16 81 oder unter www.vhs-nordhessen.de. Anmeldeschluss: Donnerstag, 19. September.

Welche Inszenierung sie für den Keller geplant haben, wollen Tappenbeck und Domes noch nicht verraten. Er spiegelt die Geschichte des Königsplatzes wieder, den er ist der Rest des ehemaligen Kaufhaus, das um 1898 gebaut wurde. Und er hat seine eigene, traurige Geschichte: Bei einem Bombenangriff erstickten dort 400 Menschen, weil die Lüftungsschächte verschüttet wurden, sagt Tappenbeck.

Der Treffpunkt der Tour ist der Martinsplatz, eine Viertelstunde vor Führungsstaat. Dort besuchen die Teilnehmer das Dörnbergsche Haus und somit die Reste eines alten Adelssitzes. Die Inszenierung: Die Teilnehmer werden auf Robert Bunsen, den Erfinder des Bunsenbrenners, treffen.

Der Name „drunter und drüber“ hat eine doppelte Bedeutung: „Highlight und Abgründe der Stadtgeschichte werden betreten“, sagt Tappenbeck. Außerdem steigen die Teilnehmer sowohl in Keller hinab, als auch auf Türme hinauf. (sas)

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