Vorhaben Baunsbergstraße / Heideweg: Ortsbeirat bekräftigt seine klare Ablehnung

Stadtvilla sorgt für Ärger

Bad Wilhelmshöhe. An der Kreuzung Baunsbergstraße / Heideweg soll auf einer kleinen Grünfläche eine Stadtvilla mit sieben Wohnungen und Tiefgarage gebaut werden. So sieht es der Bebauungsplan vor, den Rolf Kresse vom Planungsamt der Stadt dem Ortsbeirat Bad Wilhelmshöhe während dessen jüngster Sitzung vorstellen und mit ihm diskutieren wollte.

Dazu kam es aber nicht, denn der Beirat lehnte in einer Mischung aus Wut und Enttäuschung sowohl die Präsentation als auch jede weitere Diskussion über Inhalte des Bauvorhabens ab.

Grund: Mit zwei Beschlüssen aus den Jahren 2008 und 2013 habe man sich gegen den Verkauf des Grundstücks und gegen jegliche Bebauung dieses sogenannten Verkehrsgrüns, das ein „Sahnestückchen“ sei, ausgesprochen.

Wenn man noch ernst genommen werden wolle, müsse man zu diesen Beschlüssen stehen, hieß es. Der Ortsbeirat sei übergangen und nicht informiert worden, alle Einwände und Kritik habe die Stadt „abgebügelt“. Was hier geschehe, sei eine Zweckentfremdung der Idee des vorhabenbezogenen Bebauungsplans, wurde weiter kritisiert.

Längst sei alles entschieden, die Würfel gefallen gegen den ausdrücklichen Willen des Gremiums. Welchen Wert hätten Beschlüsse des Ortsbeirats überhaupt noch, lautete die frustrierte Frage.

Dass das Flüsseviertel unter Ensembleschutz steht, bestätigte Rolf Kresse. Das in Rede stehende Grundstück falle allerdings nicht darunter, stellte er klar.

Der Ortsbeirat nimmt das Bauvorhaben zur Kenntnis und bekräftigt seine früheren Beschlüsse. Er weist darauf hin, dass er unverändert ganz grundsätzlich gegen jede Art von Bebauung auf diesem Grundstück ist.

Für Ärger sorgen die wild wuchernden Pflanzen an drei Elektromasten an der Wilhelmshöher Allee im Bereich des Kurparkhotels. Der Beirat bittet die Stadt, den Wildwuchs zu beseitigen.

Schon vor Längerem wurden die Keramik-Würfel, die ihren Standort an der Wilhelmshöher Allee am Duck-Dich-Haus haben, von dort weggeschoben. Der Beirat bittet die Stadt, dafür zu sorgen, dass die Würfel wieder an ihren ursprünglichen Standort zurückversetzt werden.

Von Sabine Oschmann

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