Mehr als 250 Besucher beim HNA-Lesertreff im Bürgersaal des Kasseler Rathauses

Stadtvillen erregen die Gemüter

Kassel. Bei Bauherren sind sie beliebt, vielen Nachbarn sind sie dagegen ein Dorn im Auge: Um die in zahlreichen Kasseler Stadtteilen entstehenden Stadtvillen drehte sich der Lesertreff, zu dem die HNA für Donnerstagabend in das Rathaus eingeladen hatte. Keine Frage, das Thema interessiert und erregt in Kassel die Gemüter: Mehr als 250 Besucher waren trotz hochsommerlicher Temperaturen zu der Diskussionsrunde in den Bürgersaal gekommen.

Von Andreas Hermann

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Moderiert von HNA-Redakteur Jörg Steinbach, stellten auf dem Podium zunächst die vier Experten sich und ihre Einschätzungen zum Thema Stadtvillen beziehungsweise Mehrfamilienhäuser vor:

Von Andreas Hermann

Volker Mohr, Leiter des Amtes für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz,

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Wolfgang Koch aus Harleshausen, auf dessen Nachbargrndstück ein Vier-Familien-Haus entsteht,

Von Andreas Hermann

die Kasseler Immobilienfachwirtin und Projektentwicklerin Ricarda Frede,

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und der Kasseler Architekt Prof. Alexander Reichel.

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Viele Besucher lauschten aber nicht nur den Stellungnahmen der Experten, sondern beteiligten sich auch rege an der Diskussion. So meinte etwa Falk Kössinger aus Harleshausen, beim Thema Stadtvillen müssten bei der Stadt doch eigentlich alle Alarmglocken klingeln. Ermessenspielräume würden aber für die Investoren ausgelegt. Die Stadt müsse aber auch mal gucken, ob auf einem dieser Grundstücke noch ein einziger Baum stehe. Kössinger: „Diese Stadtvillen gehören dort nicht hin.“

Von Andreas Hermann

Andrea König berichtete von einem Haus am Kirschrain in Jungfernkopf, das inzwischen von zwei Stadtvillen regelrecht „eingeklemmt“ sei. „Das müssen Sie sich einmal ansehen“, rief sie in Richtung von Volker Mohr von der Stadtplanung. Jeder habe inzwischen Angst, dass auch auf seinem Nachbargrundstück eine Stadtvilla gebaut werden könnte, meinte König.

Von Andreas Hermann

Kein Grün, keine Gemeinschaft: So bewertete Albrecht Bock die Situation mit den Stadtvillen – unter anderem in Jungfernkopf, aber auch in anderen Stadtteilen. In die Stadtvillen ziehen seiner Erfahrung nach keine Familien ein. Diese könnten sich das gar nicht leisten. Bock: „Da wohnt kein einziges Kind.“

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