Stadtwerke legen Erfolgsbilanz für 2013 vor

Stadtwerke Kassel: Millionen sollen in Windräder investiert werden

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Windpark Söhrewald: Dort drehen sich fünf riesige Windräder der Stadtwerke. Weitere zwei Windkraftanlagen produzieren bei Niestetal Strom.

Kassel. Höherer Gewinn, mehr Umsatz, ein bei den Badegästen sehr beliebtes neues Auebad und erster Windstrom aus eigenen Anlagen: Die Kasseler Stadtwerke haben für das Jahr 2013 eine Erfolgsbilanz vorgelegt. Der Gewinn liegt bei 18,5 Millionen Euro (2012: 17,6 Mio. Euro).

Seit Jahresanfang 2014 sind alle sieben Windkraftanlagen des neuen Windparks Söhrewald/Niestetal am Netz. Die 200 Meter hohen Windräder, die zusammen mit der Fotovoltaik-Anlage in Niestetal insgesamt rund 38 Millioen Euro gekostet haben, können rechnerisch 17 000 Haushalte mit Strom versorgen. „Eine gute Investition“, sagt Werke-Vorstandschef Andreas Helbig, „denn die ersten Winderträge liegen erkennbar über den Erwartungen.“ Weitere 14 Windräder wollen die Stadtwerke in diesem und dem nächsten Jahr im Kaufunger Stiftswald und auf dem Rohrberg bei Hessisch Lichtenau-Hirschhagen errichten.

„Wir machen fast alles selbst“, erklärt Helbig. Andere Stadtwerke würden fertige Windparks kaufen oder mit Projektentwicklern arbeiten. „Wir brauchen das nicht. Wir bringen unsere Erfahrungen aus Kraftwerks- und Netzbau ein. Das stärkt uns als Unternehmen und das stärkt die Region.“

Der Umsatz der Städtische Werke AG ist 2013 im Vergelich zu 2012 um fast 40 Millionen Euro auf 446,4 Millionen Euro gestiegen, obwohl wegen des eher warmen Jahres 2013 der Gasverbrauch zurückgegangen war.

Die AG, die Netzgesellschaft sowie die Fernwärmegesellschaft beschäftigten im Jahresdurchschnitt 903 Mitarbeiter sowie 35 Auszubildende. Die Mitarbeiterzahl ist in den vergangenen Jahren gesunken, weil mit der Ausgliederung der Netzgesellschaft im Jahr 2011 etwa 80 ehemalige Mitarbeiter der Städtischen Werke in den Zentralabteilungen der Muttergesellschaft Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) angesiedelt wurden. (ach)

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