Fälle treten vermehrt auf

Unlautere Methoden: Stadtwerke warnen vor Drückern

Kassel. Die Städtischen Werke warnen vor Drückern, die versuchen an der Haustür neue Kunden für Energieunternehmen zu werben. Dabei gehen sie mitunter mit unlauteren Methoden vor.

So hatte am Montag ein Außendienstmitarbeiter eines großen deutschen Versorgers bei einer Mieterin an der Wolfhager Straße geklingelt. Er behauptete, er müsse den Zähler ablesen, weil die Eigentümerversammlung beschlossen habe, den Strom- und Gasanbieter zu wechseln.

Nachfragen wollte er nicht beantworten, drängte die Frau aber, den neuen Liefervertrag zu unterschreiben. Das lehnte die Kundin der Städtischen Werke geistesgegenwärtig ab. Ihr Gefühl täuschte sie nicht: Die Nachfrage beim Vermieter ergab, dass es weder eine Eigentümerversammlung noch einen Beschluss zum Anbieterwechsel gegeben hatte.

Der Vertreter hatte der Mieterin noch seine Karte hinterlassen. Diese liegt jetzt den Städtischen Werken vor, die den Fall zur Anzeige bringen wollen. Die Kundin sei bereit, ihre Aussage auch vor Gericht zu wiederholen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Nach Angaben der Städtischen Werke sind derzeit vermehrt Drücker mit unsauberen Tricks auf Kundenfang unterwegs. Derzeit gingen fast täglich Beschwerden im Kundenzentrum ein. (rud)

Rubriklistenbild: © Symbolbild dpa

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