Städtische Werke - Kunden reagieren

1000 wechseln den Tarif wegen Preiserhöhung

Kassel. Die Ankündigung der Energieversorger, ab Januar die Strompreise deutlich zu erhöhen, lassen auch die Kunden der Städtische Werke Kassel aufhorchen.

Mindestens 1000 Kunden hätten sich aktuell für den günstigeren Vielverbraucher-Tarif „KS - einfach günstig“ entschieden, sagt Vertriebs- und Marketing-Leiter Kai Wachholder. Den zweiten (teureren) Tarif zur Grundversorgung müsse man aufgrund der Gesetzgebung anbieten. Dieser sei für all die Kunden gedacht, die keine Einzugsermächtigung erteilen können, und deshalb für die Werke aufwändiger.

Kai Wachholder

Die Zahl der Kunden, die von ihrem Sonderkündigungsrecht aufgrund der Preisänderung Gebrauch machen und den Stromanbieter wechseln wollen, sei bislang noch gering. Einen genauen Überblick werde man allerdings erst Ende des Jahres haben.

Wegen der vielen Kundenanfragen aufgrund der angekündigten Strompreiserhöhung hätten die Stadtwerke ihren Kundenservice personell derzeit deutlich verstärkt. Viele der insgesamt 100.000 Kunden der Stadtwerke würden vor der Preisumstellung am 1. Januar derzeit ihre Zählerstände durchgeben oder nach Energiespartipps fragen.

Oftmals gehe es in solchen Kundengesprächen aber auch um Aufklärung. Beispielsweise darüber, wie sich der Strompreis zusammensetzt. Gerade einmal drei bis sieben Prozent könnten vom Energieanbieter direkt beeinflusst werden, betont Wachholder. Der Rest seien Steuern, Abgaben, Netzgebühren und die Kosten für die Energiebeschaffung. Man habe nur die Veränderungen in diesen Bereichen an die Kunden weitergegeben.

Rund 90 Prozent der Haushalte decken die Stadtwerke nach Angaben Wachholders ab. Dabei müsse man sich gegen 270 andere Stromanbieter durchsetzen. Diese im Bundesvergleich sehr gute Abdeckungsquote sei bereits einmal schlechter gewesen, doch viele Kunden kehrten zurück und entschieden sich bewusst für den Naturstrom der Städtischen Werke, sagt Wachholder.

Die Städtischen Werke erhöhen ihren Strompreis ab 1. Januar 2013 um drei Cent. Danach kostet im Tarif „KS - einfach günstig“ eine Kilowattstunde künftig 25,74 Cent (bisher 22,73 Cent). Bei einem jährlichen Verbrauch eines durchschnittlichen Zweipersonenhaushalts von 2500 Kilowattstunden müssen insgesamt knapp 740 Euro und damit knapp 76 Euro mehr als im Vorjahr einkalkuliert werden. Der Tarif „KS - einfach gut“ steigt von 24,16 Cent auf 27,17 Cent. 

Rubriklistenbild: © dpa

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