Anlagen entstehen im Landkreis – Bürger sollen sich beteiligen

Städtische Werke planen Windparks für 140 Mio.

Kassel. Die Städtischen Werke wollen in den nächsten Jahren vier bis fünf Windparks in der Region für 140 Mio. Euro errichten. Der Gründung einer Tochterfirma der Städtischen Werke, die die Windparks verwaltet, hat der Finanzausschuss der Stadt nun zugestimmt.

Der erste Windpark für etwa 40 Mio. Euro mit Standorten in Söhrewald und bei Niestetal soll Ende 2013 fertiggestellt sein. Über Energiegenossenschaften sollen sich Bewohner der Region an den Projekten beteiligen.

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Neben dem Windpark „Niestetal / Söhrewald“, der jährlich so viel Strom erzeugen soll, wie 12.800 Haushalte verbrauchen, seien die Planungen für zwei weitere Parks im Kaufunger Stiftswald und östlich von Helsa weit gediehen, sagte Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke. Aber noch stünde für die beiden Projekte eine abschließende Windmessung aus. Wo der vierte und vielleicht auch ein fünfter Windpark entstehen sollen, dazu gab es noch keine Informationen.

„Wir gehen bei den Investitionen voll in Vorleistung“, sagt Pijanka. Anschließend sollten Anteile an die Bürgerenergiegenossenschaften in Kassel, Niestetal, Kaufungen und Söhre verkauft werden. Auch andere Stadtwerke sollen sich beteiligen können. Die Städtischen Werke wollen wegen ihres Finanzrisikos mindestens 25,1 Prozent der Anteile behalten, um bei Entscheidungen nicht überstimmt werden zu können.

Es gebe wegen der hohen Baukosten, die im ersten Schritt zur Neuverschuldung von knapp 40 Mio. Euro führten, finanzielle Risiken, sagte Kämmerer Dr. Jürgen Barthel. Die Erträge seien aber durch die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz abgesichert. Sollten die Vergütungssätze für die Ökostrom-Einspeisung irgendwann sinken, gelte für realisierte Projekte ein Bestandsschutz.

Geplant sei, dass die Erträge in weniger als 20 Jahren die Investition überstiegen haben, sagt Pijanka.

Von Bastian Ludwig

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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