Forderung von Kasseler Linke und CDU

Städtische Werke sollen Freibäder winterfest machen

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Herbstidylle am maroden Beckenrand: Das Freibad in Bad Wilhelmshöhe soll ebenso wie die Becken in Harleshausen vor Frostschäden geschützt werden. Das fordern Linke und CDU.

Kassel. Viele politische Übereinstimmungen haben sie sonst nicht, aber bei den Freibädern machen CDU und Kasseler Linke gemeinsame Sache. Beide Fraktionen setzen sich dafür ein, dass die Bäder in Harleshausen und Bad Wilhelmshöhe winterfest gemacht werden.

Hinter dieser Initiative steckt die Sorge, dass in den nächsten Monaten Fakten geschaffen werden. Der Antrag sei überflüssig, weil die Städtischen Werke als Betreiber der Bäder auch ohne diese Aufforderung rechtzeitig aktiv würden, sagte Kämmerer und Bäderdezernent Dr. Jürgen Barthel (SPD). „Das ist nichts als warme Luft“, sagte Barthel in der Stadtverordnetenversammlung. Er kritisierte zudem den Förderverein Freibad Wilhelmshöhe. Dessen Vorsitzender Kuno Hottenrott vermutet, dass die Schließung des Bades bereits beschlossene Sache sei.

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Auch die Linken sehen bereits Zeichen dafür, dass das Wilhelmshöher Bad im kommenden Frühjahr nicht mehr geöffnet werden soll. Der bisherige Pächter des Schwimmbadcafés habe angeboten, einen Teil des Inventars für einen Nachfolger zurückzulassen. Das sei mit der Begründung abgelehnt worden, dass sich das nicht mehr lohne, sagte Kai Böddinghaus (Linke). Die Städtischen Werke behaupten das Gegenteil. „Wir suchen nach einem neuen Pächter, das Café soll weiter betrieben werden“, sagt Werke-Sprecher Ingo Pijanka.

Die CDU bezweifelt das. Das machte der Fraktionsvorsitzende Dr. Norbert Wett deutlich. Sein Vorschlag, den Linken-Antrag für die Bäder durch einen Zusatz für den Erhalt des Cafés zu ergänzen, wurde angenommen. Das Thema soll als Paket noch einmal im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen diskutiert werden.

„Unser Vorbild ist das Auebad“, sagte Kai Böddinghaus. Das sei auch so lange provisorisch für die Saison hergerichtet worden, bis der Neubau begonnen habe.

Radio HNA: Interview mit Ingo Pijanka, Städtische Werke

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