KVV-Zentrale am Königstor wird umgestaltet – Auch neue Nutzungen geplant

Städtischer Konzern am Kasseler Königstor vor dem Umbau

Das Betriebsgelände der KVV: Der lange Gebäuderiegel in der Bildmitte steht unmittelbar am Königstor. Er soll erhalten bleiben. Alle weiteren Gebäude im Bildvordergrund sollen Neubauten weichen.
+
Das Betriebsgelände der KVV: Der lange Gebäuderiegel in der Bildmitte steht unmittelbar am Königstor. Er soll erhalten bleiben. Alle weiteren Gebäude im Bildvordergrund sollen Neubauten weichen.

Es ist ein millionenschweres Großprojekt, das am Königstor in den nächsten Jahren ansteht. Die Unternehmenszentrale der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) soll für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag umgestaltet werden.

Kassel - Neben modernen Arbeitsplätzen für die 450 Mitarbeiter am Standort, soll das 17 000 Quadratmeter große Areal künftig auch für andere Nutzungen wie Wohnen und Gewerbe offen stehen. Um dafür Ideen zu sammeln, wurde nun ein Planungswettbewerb europaweit ausgeschrieben, auf den sich Architekten und Landschaftsplaner bewerben können. Ergebnisse sollen in der ersten Jahreshälfte 2022 vorliegen.

Soll ebenfalls abgerissen werden: Das Gebäude neben dem Hauptgebäude am Königstor.

Grundlage für die geplante Neugestaltung war eine Bedarfsanalyse der KVV, unter deren Dach sich unter anderem die Städtischen Werke und die KVG befinden. „Wir wollten wissen, wie viele Büroflächen brauchen wir künftig. Die Untersuchung wurde aber noch vor Corona gemacht“, sagt KVV-Geschäftsführer Michael Maxelon. Klar sei, dass durch die Pandemie dauerhaft weniger Menschen die Büros nutzten. Mobiles und flexibles Arbeiten sei schon vor Corona bei der KVV praktiziert worden. Im Ergebnis der Bedarfsanalyse wurde festgelegt, dass in jedem Fall der erst 2017 sanierte Gebäuderiegel am Königstor erhalten bleibt. Alle restlichen Gebäude im hinteren Teil des Grundstücks, das sich bis zur Wilhelmshöher Allee erstreckt, sollen abgerissen werden. Für diese sind Neubauten geplant.

Dies gilt auch für das unsanierte Gebäude neben dem sanierten Verwaltungsbau am Königstor, das über eine Brücke mit diesem verbunden ist.

Die Neubauten seien nötig, um einerseits eine zukunftsfähige Arbeitsatmosphäre zu schaffen und andererseits hohe Ansprüche an Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu erreichen, so Maxelon. Deshalb sollten Nullenergiehäuser errichtet werden, die durch die Versorgung mit grüner Fernwärme und Solarenergie zu Plusenergiegebäuden werden sollen. Angedacht sei eine Anordnung der Gebäude in einer Art Atrium. Auch eine Betriebskita gehört zur Planung.

Diese Gebäude gehören alle zur KVV: Das Grundstück erstreckt sich zwischen Königstor (oberer Bildrand) und Wilhelmshöher Allee (unterer Bildrand).

Das Betriebsgelände soll aber künftig mehr als nur eine Arbeitsstätte sein. Die Innenstadtlage biete große städtebauliche Potenziale, so Maxelon. Wohnen und Gewerbe sowie eine attraktive Freiraumgestaltung sind nur einige der Ideen. „Wir wollen einen Traditionsstandort unseres Unternehmens zu einem attraktiven, auch öffentlich zugänglichen Ort für unsere Nachbarn und die Stadtgesellschaft entwickeln“, sagt Maxelon. (Bastian Ludwig)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.