Stahlgerüst für Videowand im Auestadion ist installiert

Kassel. „Anscheinend haben wir Glück gehabt“, sagt Martin Hellmann vom Hochbauamt der Stadt Kassel, als am Mittwoch am frühen Abend die letzten Schrauben der beiden Pfosten festgezogen werden.

„Ganz ehrlich, das war auch so vorgesehen“, fügt Architekt Rainer Schulz hinzu, der für die Arbeiten im Auestadion als Bauleiter verantwortlich ist. Ob nun Glück oder Planung: Um 17.20 Uhr steht das Stahlgerüst für die Videowand, die zum ersten Mal bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften am 23. und 24. Juli in Kassel zum Einsatz kommen soll.

Bilder von den Bauarbeiten

Auestadion bekommt Videowand

Auch Dr. Andrea Fröhlich, Leiterin des Sportamtes, hat beobachtet, wie Kranführer Mario Wildner (Firma Regel) in knapp 20 Minuten das 7,8 Tonnen schwere Stahlgerüst in die beiden Fundamente gehievt hat. Um 17.20 Uhr schickt Fröhlich eine SMS an ihren Vorgesetzten, Bürgermeister Jürgen Kaiser. Sie schreibt: „Das Gerüst steht. Alles im Plan.“

Auch wenn der letzte Arbeitsvorgang ohne Komplikationen über die Bühne ging und sich Kranführer Wildner locker gab („Ich stell’ das nur rein. Das ist ein ganz normaler Job“), so lag hinter den Männern ein langer und schwerer Arbeitstag. Um 6.30 Uhr war Wildner mit dem 100-Tonnen-Autokran hinter der Südkurve des Auestadions vorgefahren. Hier wurden im Laufe des Tages mithilfe des Krans die verschiedenen Stahlteile von Mitarbeitern der Firma Roth für die Videowand zusammengebaut.

Auf zwei 15 Meter lange Stahlstützen mit einem Gewicht von jeweils 1,5 Tonnen wurde das Gittergerüst für die Videowand montiert. Insgesamt entstanden 21 Felder, die derzeit noch wie ein unausgefülltes Schachbrett aussehen. Aber nur bis Montag, 27. Juni. Dann werden die 42 Monitore für die LED-Videowand montiert, sagt Architekt Schulz. Das werde etwa fünf Tage dauern. Anschließend gebe es die ersten Probedurchläufe mit der Videowand, die über einen Computer in der Sprecherkabine auf der Haupttribüne bedient wird.

Bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften werden hier Bilder von 28 Kameras, die im Stadion positioniert sind, gezeigt - auf einer Nettofläche von 72 Quadratmetern, das entspricht einer großzügigen Zwei-Zimmer-Wohnung.

Der nächste Einsatz könnte bei der ersten Runde des DFB-Pokals sein. Ende Juli / Anfang August empfängt der KSV Hessen Kassel den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf. „Das sieht schon klasse aus und macht das Stadion noch attraktiver, auch für Konzerte“, sagt Sportamtsleiterin Fröhlich, als das Gerüst steht. Jetzt fehlt nur noch der Beton. Der soll am Donnerstagmorgen in die beiden Köcherfundamente verfüllt werden.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Rubriklistenbild: © Fischer

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.