Polizei gehen von vorsätzlicher Tötung aus

Enten und Blesshühner tot: Starben 33 Vögel an Giftweizen?

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Ein Tatort: Diese Stockenten wurden im Ahnepark fotografiert. 

Kassel/Vellmar. Die Polizei geht davon aus, dass in den vergangenen Tagen 33 Wasservögel in Vellmar und Kassel mit Weizen vorsätzlich vergiftet worden sind.

Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner wurden zunächst am Mittwoch im Ahnepark in Vellmar tote Wasservögel von einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes gefunden. Am Mittwochabend entdeckte eine Spaziergängerin tote Vögel am Schlossteich in Kassel. Im Park Schönfeld lagen am Donnerstagmorgen ebenfalls fünf tote Enten.

Am Lac im Schlosspark Wilhelmshöhe wurden insgesamt 14 Enten tot aufgefunden. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, wurden die Wasservögel in das Hessische Landeslabor nach Gießen gebracht, um eine vorläufige Einschätzung zu bekommen. Wie am späten Donnerstagnachmittag bekannt wurde, fraßen die Tiere offensichtlich behandeltes Getreide.

Nachdem am Freitagmorgen die Gewässer in Kassel und Vellmar nochmals eingehend abgesucht worden seien, hätten die Ermittler gefärbte Getreidekörner an den Futterstellen des Schlossteiches in Bad Wilhelmshöhe und am obersten See im Vellmarer Ahnepark gefunden.

Zudem ergab die Untersuchung der toten Tiere aus dem Ahnepark (zehn Enten und vier Blesshühner), dass auch diese Vögel offenbar Getreide gefressen haben und daran verendet sind. Ein toxikologisches Gutachten stehe allerdings sowohl im Vellmarer als auch in den Kasseler Fällen noch aus.

Die Ermittler gehen davon aus, dass das präparierte Getreide von einem Unbekannten ausgelegt worden ist und ermitteln daher wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. (use)

Hinweise an die Polizei unter Tel. 05 61/9100. Darüber hinaus weist die Polizei darauf hin, dass das Füttern von Wasservögeln in den Parks verboten ist.

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