Starbucks-Kaffeespezialitäten im Krankenhaus

Starbucks-Kaffee im Klinikum Kassel: Kaffeespezialitäten in Krankenhaus-Cafeteria erhältlich

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Starbucks-Kaffee gibt es nun auch im Klinikum Kassel.

Starbucks-Kaffee wird nun auch im Klinikum Kassel verkauft. Eine offizielle Starbucks-Filiale gibt es dort aber nicht. 

Seit sieben Jahren ist das Unternehmen bereits mit einem Coffeeshop am Königsplatz präsent. Nun stoßen auch Besucher, Patienten und Mitarbeiter im Klinikum Kassel auf das grün-weiße Starbucks-Logo: Im Café in der Eingangshalle des Krankenhauses an der Mönchebergstraße werden seit zwei Wochen die Kaffeezubereitungen des Branchenriesen aus Seattle verkauft.

Menütafeln und Kaffeebecher, Werbungsdesign und Warenpräsentation sind so, wie man es kennt aus dem Kosmos des Unternehmens, das aus Deutschlands Kaffeetrinkern mobile „Mocha Frappuccino“-Konsumenten und den sozialen Ort des Kaffeehauses zum angesagten Aufenthaltsraum für Jugendliche jeden Alters gemacht hat. 

Starbucks in Kassel: "Shop-in-Shop-Konzept"

Rund ums Starbucks-Logo im Klinikum sind allerdings Gehhilfen häufiger anzutreffen als allgegenwärtige Laptops. Und auch kein allgemeines Du ist zwingend üblich.

Das liegt daran, dass es sich um keine echte Starbucks-Filiale handelt, sondern um ein „Shop-in-Shop-Konzept“, erläutert Vera Schulze-Hobbeling, Betriebsleiterin der Cafeterien im Klinikum. Die firmieren unter dem Namen „Kanne Café“, dahinter steckt Deutschlands Marktführer im Betrieb von Cafés und Restaurants in Krankenhäusern.

Keine offizielle Filiale, aber die Kaffeezubereitungen von Starbucks gibt es jetzt auch bei Muharem Zilic und seinen Kollegen im Café des Klinikums Kassel. 

Das Unternehmen Kanne wurde 2018 von der britischen Compass Group übernommen. Etwa zur gleichen Zeit hat sich der Nahrungsmittel-Multi Nestlé für gut 7 Milliarden Dollar die weltweiten Rechte gesichert, die Produkte von Starbucks im Einzelhandel zu vermarkten.

Starbucks: 2019 entstand Vertriebsinitiative

Daraus wiederum entstand im Frühjahr 2019 eine Vertriebsinitiative, die weltweit populären Kaffeezubereitungen direkt in deutsche Betriebsrestaurants zu bringen. So hielt Starbucks nun auch im Klinikum Kassel Einzug.

„Für uns bedeutet das einen großen Mehrwert“, sagte Betriebsleiterin Schulze-Hobbeling. Während sich das Angebot kleiner Speisen im Café nicht verändert habe, könne man den Kunden bei Heiß- und Eisgetränken nun deutlich mehr Vielfalt bieten. Anders als zuvor gebe es nun auch die Wahl zwischen zwei Tassengrößen sowie zwischen unterschiedlichen Stärken je nach Kaffeesorte.

Die Umstellung auf Starbucks habe sich beim Kaffeeumsatz schon merklich positiv ausgewirkt, sagte Schulze-Hobbeling; „das können wir jeden Tag an den Zahlen sehen“. Dabei hätte ein Großteil der Besucher und Mitarbeiter die Umstellung seit dem 9. Oktober „noch gar nicht so recht mitbekommen“.

Starbucks im Klinikum bekommt überwiegend positive Resonanz 

Bei den anderen Gästen des Klinik-Cafés ist die Resonanz nach Angaben der Betriebsleiterin überwiegend positiv. Viele fänden das neue Starbucks-Angebot gut, „aber es gibt auch kritische Stimmen.“ Für manchen sei der US-Kaffeekonzern „der Inbegriff des Kapitalismus“, sagte Vera Schulze-Hobbeling.

Seit 2012 gibt es eine offizielle Starbucks-Filiale am Kasseler Königsplatz. 

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