Investoren geben grünes Licht – Varieté setzt auf neues Konzept am künftigen Standort Spohrstraße

Starclub: Eröffnung im Frühjahr

Götz Ohlendorf

Kassel. Gute Nachricht für Varieté-Freunde: Die Zukunft des Starclubs scheint gesichert. Investoren haben in Absprache mit der Geschäftsführung ein Konzept für das Varieté in den neuen Räumen im ehemaligen Finanzamt Spohrstraße/Ecke Kleine Rosenstraße gefunden. Etwa 300 000 Euro sind für den Umbau veranschlagt.

Je nachdem, wie schnell es mit den Bauarbeiten voran- geht, soll die Eröffnung am neuen Standort im März oder April erfolgen. Noch bis Jahresende gastiert das Varieté in der Alten Brüderkirche. Da diese ab Januar allerdings renoviert wird, muss der Starclub bis zum endgültigen Umzug erneut ein Ausweichquartier finden. Den Umzug des Varietés in das ehemalige Finanzamt hatte Starclub-Betreiber Götz Ohlendorf bereits im Juli angekündigt. Ursprünglich sollte es am 11. November öffnen. Ohlendorf war auch Wunschkandidat der Immobilieneigner Brunsch & Meyer Grund und Boden AG.

Im August wurde mit ersten Umbauarbeiten begonnen. „Wir haben aber schnell gemerkt, dass wir vor ganz großen Problemen stehen“, sagt Michael Moog von Moog Consulting und Sprecher der fünf Investoren. So habe sich die vorgeschriebene Be- und Entlüftung der Starclub-Küche nicht in der vorgesehenen Weise installieren lassen, weil dies die 60 Zentimeter starken Wände des alten Gebäudes nicht zuließen. Auch die alte Starclub-Lichtanlage aus der Kurfürsten-Galerie hätte nicht eins zu eins eingepasst werden können, da die neue Bühne andere Maße hat.

„Da haben wir die Umbauarbeiten gestoppt und beschlossen, ein völlig neues Konzept für den Starclub zu entwickeln - und zwar vom Kartenvorverkaufssystem bis zur VIP-Lounge auf der Empore“, sagt Moog. Details sind noch nicht bekannt. Jeder der Investoren – die Varieté-Freunde verstehen sich als stille Förderer – habe „viel Zeit, Arbeit und Kreativität“ in das Projekt gesteckt. Der genaue Eröffnungstermin der künftigen Spielstätte hänge jetzt im Wesentlichen von den am Umbau beteiligten Firmen ab. „Schon beim Einholen der Angebote haben mehrere Betriebe signalisiert, dass sie in dieser Jahreszeit nur mit einem kleinen Mitarbeiterstab arbeiten oder zwischen Dezember und Ende Januar ihre Betriebsferien haben“, sagt Moog. Dies ändere aber nichts an der Tatsache, dass der neue Starclub „ganz bestimmt“ realisiert wird.

Man habe in der Interimszeit mit der Alten Brüderkirche einen „attraktiven Standort“ gefunden, lobt Starclub-Geschäftsführer Götz Ohlendorf. Abend für Abend würde ein immenser Aufwand betrieben. In der Brüderkirche muss für jede Show auf- und abgebaut werden. Zurzeit finden dort auch Veranstaltungen der Kasseler Musiktage statt.

Ohlendorf sieht sich jetzt „auf der Zielgeraden“. Der Umbau des Staatstheaters habe sich schließlich seinerzeit auch immer wieder verzögert, „ohne dass jemand daran gezweifelt hat, dass es ein neues Staatstheater geben werde“.

Gutscheine: Alle alten Starclub-Geschenkgutscheine werden weiterhin gültig bleiben und können im Frühjahr in der neuen Spielstätte eingelöst werden können. Das gilt auch für Gutscheine, die jetzt erworben werden.

Hintergrund

Von Wilhelm Ditzel

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