Götz Ohlendorf im Interview zum Wiedereinzug ins Stammhaus

Starclub kehrt zurück

Götz Ohlendorf

Kassel. Der Starclub kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Das Varieté zieht wieder in seine alten Räume an der Goethestraße 29-31 im Vorderen Westen und verkleinert sich. Über die Hintergründe sprachen wir mit Starclub-Betreiber Götz Ohlendorf.

Haben Sie den Mietvertrag schon in der Tasche?

Ohlendorf: Ja, wir haben vor Kurzem unterschrieben. Der Mietvertrag ist auf zehn Jahre ausgelegt.

Warum sind die Pläne geplatzt, mit dem Varieté in das ehemalige Finanzamt Spohrstraße zu ziehen?

Ohlendorf: Es hat sich herausgestellt, dass der ganze Umbau zu einem Theater deutlich teurer geworden wäre. Deshalb passte das nicht mehr. Es hätte sich auch für die Eigentümer, die Brunsch & Meyer Grund und Boden AG, nicht mehr gerechnet. Die 200 Zuschauerplätze hätten ständig belegt sein müssen. Das Risiko war einfach zu groß. An der Goethestraße haben wir 130 Plätze.

Warum ist eine Tochtergesellschaft von Brunsch & Meyer an der Anmietung der Räume in der Goethestraße beteiligt?

Ohlendorf: Brunsch & Meyer wollen uns helfen. Sie haben sich auch dafür eingesetzt, dass wir an den alten Standort zurück konnten. Bernhard Brunsch will dabeibleiben. Er hat uns das angeboten, und wir haben uns darüber gefreut. Das ist gut für uns. Ich bin froh, dass wir Gesellschafter haben. Das gibt uns eine gewisse Sicherheit.

Die Räume wurden zuletzt von der Magnolia Beat Lounge genutzt. Was wird es kosten, sie wieder für das Varieté herzurichten?

Ohlendorf: Das weiß ich noch nicht genau, da wir den Mietvertrag erst vor ein, zwei Wochen unterschrieben haben. Wir haben bereits alles entfernt, was zur Diskothek gehörte. Die Räume an sich müssen nicht groß verändert werden. Sie wurden ja schon mal bespielt. Wir müssen keine Wände versetzen oder Ähnliches. Lediglich die Wand zur Straße hin haben wir wieder aufgemacht. Ansonsten ist nicht besonders viel zu tun.

Alles zurück auf Anfang: Mit welchen Gefühlen kehren Sie an den alten Standort zurück?

Ohlendorf: Ich freue mich. Es ist in diesen Zeiten sicher gut, einen Schritt zurückzugehen und zu den Wurzeln zurückzukehren. Ich finde die Entscheidung sehr charmant.

Wann soll die erste Vorstellung über die Bühne gehen?

Ohlendorf: Die Premiere ist für den 12. März geplant. Selbst wenn noch nicht alles 100-prozentig fertig sein sollte, kann man in den Räumen spielen. Wie damals, als wir anfingen, wird Markus Schimpp durchs Programm führen. Archivfoto: nh

Von Ellen Schwaab

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