16.000 Fans

Stargeiger David Garrett im Auestadion: Die bisher heißeste Hessentags-Nacht 

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David Garrett aus der Ferne: Das Management des Künstlers hatte den Profifotografen strenge Regeln vorgegeben - Bilder waren nur aus weiter Entfernung erlaubt. Entgegen der Absprache war nach einem Lied erstmal Schluss mit Bildern. Die Fotografen wurden daran gehindert, ihre Arbeit zu machen. Sie hätten später noch Bilder machen können. Wir hätten Ihnen, liebe Leser, genau wie von allen anderen Künstlern des Hessentages tolle Bilder gezeigt - leider hat Garrett daran aber offenbar kein Interesse.

Kassel. Es war der heißeste Abend des Jahres - und das nicht nur, weil es die erste tropische Nacht dieses Sommers war. Sondern weil Stargeiger David Garrett den 16.000 Fans im Auestadion zusätzlich mal wild einheizte, mal warme Gefühle bescherte.

Da perlte beim 32-Jährigen selbst der Schweiß - und als er beim ersten Ausflug ins Publikum auf dem Großmonitor sein durchgeschwitztes T-Shirt sah, da war das selbst diesem ausgebufften Bühnenprofi für einen Moment peinlich.

Brauchte es aber nicht zu sein, denn seine rasante Bühnenshow zusammen mit der fünfköpfigen Band und der Neuen Philharmonie Frankfurt hatte es in sich: „We will rock you“, mit diesem Queen-Titel gab er zu Beginn ein Versprechen ab - und er hielt es.

David Garrett kommt im Herbst als Teufelsgeiger Niccolo Paganini in die Kinos, und auch davon gab’s im Konzert eine Kostprobe. Aber auf seiner Tour mit dem schlichten Titel „Music“ ist er einfach nur der nette Junge, der verteufelt gut mit der Geige umgehen kann.

Und der sein Publikum mit auf eine musikalische Weltreise durch Länder und Zeiten nimmt. Ein bisschen Erdkunde ist dabei, wenn die jeweiligen Länder auf einem Globus eingeblendet werden, mal Brasilien für „Tico Tico“, mal Spanien für „Carmen“, mal Australien für „Thunderstruck“ von ACDC.

Fotos: David Garrett im Auestadion

David Garrett im Auestadion

Geleitet von Fackelträgerinnen kam Garrett nach der Pause geigend im goldenen Boxerdress ins Stadion gelaufen. Die Botschaft: Der Knockout kommt noch. Doch anders als erwartet: Garrett holte aus dem Publikum die junge Kasselerin Steffi auf die Bühne und spielte - nur für sie - das Virtuosenstück „Hora staccato“. Das hätte jeden umgehauen. (w.f.)

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