Stadtteilbotschafter reservierten ihre Plätze auf dem Baumstamm für das überdimensionale Staffelholz

Start frei fürs Jubiläums-Schnitzen

Im Hof der Kunst-Werkstatt haben die Stadtteilbotschafter auf dem großen „Staffelstab“ schon einmal die Plätze markiert, wo sich ihr Stadtteil mit Schnitzereien verewigen wird. Auf dem Foto links Margret Müller (Stadtteil Mitte) und rechts Ilona Adamczak (Oberzwehren). Foto: Koch

Kassel. Im Hof der Kunst-Werkstatt an der Heckerstraße lag er aufgebockt, angestrahlt und präsentiert wie eine kostbare Trophäe: der 800 Kilogramm schwere, auf 3,20 Meter Länge zurechtgestutzte Rohling für den überdimensionalen Staffelstab, der im Jubiläumsjahr eine tragende Rolle spielen wird.

Der Baumstamm, eine Esche, die noch vor Wochen am Auedamm stand, soll im Laufe dieses Jahres von Stadtteil zu Stadtteil wandern. Jeweils vor Ort werden ihm dann die Bürger ein Gesicht, beziehungsweise eine Menge individueller Gesichter in Form von Schnitzereien verpassen: Bilder, die die Menschen mit ihrem Stadtteil verbinden.

Die Stadtreiniger transportieren den gewichtigen Stamm jeweils von Stadtteil zu Stadtteil und legen ihn so bereit, dass er bearbeitet werden kann. Zwei Wochen lang ist er dann in jedem der 23 Stadtteile vor Ort. Später soll er als Pfahl und Symbol für Kassels Stadtgesellschaft und -einheit aufgestellt werden.

Um das Holz schon einmal in Augenschein nehmen zu können, versammelten sich in der Kunstwerkstatt jetzt ein Schar höchst interessierter ehrenamtlicher Stadtteilbotschafter. Projektleiter Elmar Erdmann hatte zum „Startup für das Gesicht Kassels“ eingeladen. Er erläuterte das Procedere und stellte den Hausherrn, Bildhauer Thomas Hofer, vor, der die Schnitzarbeiten anleiten und begleiten wird und auch das Werkzeug zur Verfügung stellt.

In der Kunstwerkstatt waren am Montagabend der Elan und die Vorfreude auf das Projekt zu spüren. Die Stadtteilbotschafter hatten nicht nur Fragen und Ideen, sie sicherten sich für ihren Stadtteil auch schon die Stelle auf dem Stamm, wo die Schnitzereien ihrer Mitbürger Platz finden sollen. Stadtteilbotschafterin von Oberzwehren, Ilona Adamczak, hatte sogar den potenziellen Schnitzer an ihrer Seite: Willi Kilian. Der Senior, ein Schreiner, hatte schon einen Block mit Skizzen für die Schnitzarbeiten dabei.

Keine Grenzen gesetzt

„Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, welchen Rahmen Sie dem Schnitzen geben wollen“, sagte Erdmann. Die Arbeiten würden sich über Tage erstrecken und könnten in ein Fest eingebunden sein, in verschieden ausgestaltete Aktionen oder andere Events. „Wichtig ist der Spaßfaktor“, ergänzte Hofer.

Mehr zur 1100-Jahr-Feier unter: www.hna.de/kassel1100

Von Christina Hein

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