Maskenpflicht in ersten zwei Wochen

Schulbeginn am Montag in Kassel: Start im Präsenzunterricht mit Corona-Tests dreimal wöchentlich

Hessen Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz
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Kultusminister Alexander Lorz

In Hessen starten die Schüler am Montag in das neue Schuljahr in Präsenzunterricht. In den ersten zwei Wochen gibt es mehr Corona-Tests und eine Maskenpflicht.

Kassel - Für 19.822 Schüler in der Stadt Kassel und 18.827 im Landkreis sowie insgesamt 4627 Lehrende beginnt am Montag das neue Schuljahr. Das bedeutet nach sechs Wochen Ferien und einem unruhigen Schuljahr, das wegen der Corona-Pandemie von Homeschooling und Wechselunterricht geprägt war, in erster Linie: Rückkehr zum Präsenzunterricht für alle Schulformen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen sind weiter geboten: In Hinblick auf ein erhöhtes Infektionsrisiko durch Reiserückkehrer wird zum Schulbeginn in den Schulen häufiger auf Corona getestet als vor den Ferien. Die Testfrequenz erhöht sich von zwei auf drei Tests pro Woche. Außerdem müssen Schüler und Lehrer in den ersten 14 Tagen eine Mund-Nasenbedeckung auch am Platz tragen.

Schulstart in Hessen: Es werde noch nicht „die Normalität herrschen, die wir vor Corona kannten“

„Den Verlauf der ersten beiden Wochen halte ich für entscheidend“, sagte dazu Kultusminister Alexander Lorz. Es werde in den Schulen noch nicht „die Normalität herrschen, die wir vor Corona kannten, aber wir sind auf einem guten Weg im Umgang mit dem Infektionsgeschehen“. Unabhängig von den zwei „Präventionswochen“ fordert Lorz zum freiwilligen Maskentragen auf – auch im Freien und bei Einschulungsfeiern.

Für „Erleichterungen in Schule und Alltag“ gibt es als Neuerung für alle Schüler zum Schuljahresstart ein so genanntes Testheft, mit dem sie sich – freiwillig wie Lorz betonte – die Durchführung eines Antigen-Selbsttests und die Teilnahme am verbindlichen Schutzkonzept der Schule bescheinigen lassen können. Wer das Heft regelmäßig führe, gelte als negativ getestet und könne das Heft auch bei Freizeitaktivitäten wie etwa einem Schwimmbadbesuch vorzeigen.

Zum Start der Schule in Hessen: Lorz begrüßt Impf-Empfehlung für 12- bis 17-Jährige

Dass die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut eine Empfehlung zum Impfen von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren ausgesprochen hat, begrüßt Lorz: „Das hilft uns ungemein, den Schulalltag noch sicherer zu gestalten.“ An Schulen, die dies wünschen, können mobile Impfteams auch in die Schule kommen. Dies würde dann in Zusammenarbeit mit den jeweils kommunalen Gesundheitsämtern lokal organisiert.

In ganz Hessen starten nächste Woche 761.500 Schülerinnen und Schüler – davon 57.300 Erstklässler – sowie 55.540 Lehrerinnen und Lehrer in das neue Schuljahr. Die Zahl der Erstklässler ist um rund 1700 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Gesamtzahl der hessischen Schüler hat sich insgesamt aber nur um 1500 erhöht. Das liegt auch am Wegfall von Jahrgängen durch G8 und G9. In Niedersachsen sind die Sommerferien später als in Hessen, am 1. September, zuende.  (Christina Hein)

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