Kasseler Konzern unterstützt Kleinbauern in Uganda und erschließt sich neue Märkte

K+S startet Hilfsprojekt

Symbol für mobile Schulungseinheit: Masaaka Miyamoto (links, Sasakawa-Vorstandschef), Ruth Oniang’o und Norbert Steiner zeigen einen Modell-Lkw im Projektdesign. Foto: Konrad

Kassel. Die Kasseler K+S Aktiengesellschaft und die Organisation Sasakawa Africa Association (SAA) haben gemeinsam ein Hilfsprojekt im ostafrikanischen Uganda gestartet. Bei dem Projekt „Growth for Uganda“ (Wachstum für Uganda) soll eine landwirtschaftliche Beratung aufgebaut werden, um die Produktivität der Kleinbauern dort zu erhöhen.

Das soll ihre Eigenversorgung mit Lebensmitteln und ihr Einkommen verbessern, das derzeit durchschnittlich bei 250 Dollar im Jahr liegt.

Am Freitag unterzeichneten K+S-Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner und SAA-Präsidentin Prof. Ruth Oniang’o in der Kasseler Konzernzentrale den Kooperationsvertrag.

Mobile Schulungseinheiten

Zusammen mit Sasakawa (siehe Hintergrund) will der Kasseler Düngemittel- und Salzproduzent unter anderem mobile Schulungseinheiten zur Ausbildung von Pflanzenbauberatern einrichten. Außerdem sollen für den Anbau von für die Region typischen Pflanzen wie Mais und Maniok, dessen stärkehaltige Wurzelknollen verwendet werden, optimale Anwendungspraktiken entwickelt werden. Neben Pflanzen, die die eigene Ernährung sicherstellen, sollen auch solche angebaut werden, durch deren Verkauf die Kleinbauern ein Einkommen erwirtschaften können.

„Wir sind überzeugt davon, dass sowohl die Landwirte und Menschen vor Ort als auch wir davon langfristig profitieren werden“, sagt Steiner. Durch das Kennenlernen der Situation der Kleinbauern könne der Konzern neue Erkenntnisse über die lokalen Märkte gewinnen und langfristig sein Leistungsangebot an den afrikanischen Bedürfnissen ausrichten. Dem Unternehmen zufolge sind die Böden in Uganda grundsätzlich fruchtbar, aber es mangelt ihnen an einigen wichtigen Nährstoffen, darunter Kalium.

14 000 Mitarbeiter

K+S ist weltweit der fünftgrößte Kaliproduzent mit einem Umsatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte in Höhe von 2,29 Milliarden Euro 2012. Im Geschäftsbereich Salz, in dem das Unternehmen weltweit Marktführer ist, wurden im vergangenen Jahr 1,48 Milliarden Euro erwirtschaftet. Weltweit beschäftigt die Unternehmensgruppe etwa 14 000 Mitarbeiter. Am Stammsitz Kassel arbeiten in der Unternehmensverwaltung 800 Mitarbeiter, in Hessen sind es laut dem Unternehmen etwa 5000.

Das Hilfsprojekt in Uganda ist für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren geplant. Über die Höhe des Geldbetrags, der in das Projekt fließt, wollte der Konzern keine Angaben machen. Laut K+S lebt etwa ein Drittel der 35 Millionen Einwohner Ugandas in Armut, etwa acht Prozent sind unzureichend ernährt. (mkx)

Von Mirko Konrad

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