Städtische Werke wollen Stationen bis zur documenta ausbauen

Startschuss für mehr E-Ladesäulen in Kassel

Präsentierten Ladesäulen: Städtische Werke-Vorstand Olaf Hornfeck (von links), KVV-Geschäftsführer Michael Maxelon, Oberbürgermeister Christian Geselle und Sina Alexi, Betriebsratschefin der Städtischen Werke.
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Präsentierten Ladesäulen: Städtische Werke-Vorstand Olaf Hornfeck (von links), KVV-Geschäftsführer Michael Maxelon, Oberbürgermeister Christian Geselle und Sina Alexi, Betriebsratschefin der Städtischen Werke.

Die Ladeinfrastruktur in Kassel soll in den kommenden Monaten kräftig ausgebaut werden. Dies sagte Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) bei der Einweihung von zwölf neuen Ladepunkten auf dem Gelände der Städtischen Werke am Königstor.

Kassel - Bei den Ausbauplänen hat Geselle auch die documenta nächstes Jahr im Blick. Nur durch ein breites Netz steige die Akzeptanz für die Elektromobilität.Vergangenes Jahr waren in Kassel knapp 1000 E-Autos zugelassen.

Beim Ladenetz für Elektroautos gibt es in Kassel tatsächlich noch Nachholbedarf. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hatte für ein Ranking Anfang des Jahres die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur aller Kreise und kreisfreier Städte verglichen. Kassel landete dabei im unteren Drittel. „Deshalb müssen wir besser werden“, so Geselle.

Mit dem städtischen KVV-Konzern und dessen Tochterunternehmen wie KVG und Städtischen Werken will man vorangehen. So wurden an deren Standorten jetzt neue Ladestationen installiert. Auf dem Areal der Städtischen Werke wurden für Mitarbeiter und Geschäftspartner für 90 000 Euro zwölf neue Ladepunkte an sechs modernen Ladesäulen geschaffen. Auf den KVG-Betriebshöfen in Wilhelmshöhe und Bettenhausen sind jeweils vier weitere Lademöglichkeiten hinzugekommen. Ziel sei es, jeden Standort mit ausreichenden Ladepunkten auszustatten, so KVV-Chef Michael Maxelon. Als nächstes seien die Kraftwerke an der Reihe.

Obwohl diese Stationen nur von Mitarbeitern genutzt werden können, hält Oberbürgermeister Geselle dies für einen wichtigen Schritt. Ein gutes Netz bestehe aus einem Mix aus öffentlichen und privaten Ladepunkten. Wobei die öffentlichen Ladepunkte im Stadtgebiet – die Städtischen Werke betreiben aktuell 62 – ebenfalls ausgebaut werden müssten. Dies sei der Startschuss für verstärkte Investitionen in den Bereich. Es würden derzeit im Rathaus mögliche Standorte ermittelt. Auch mit den Wohnungsbaugesellschaften sei man diesbezüglich im Gespräch, damit diese für ihre Mieter eine entsprechende Infrastruktur bereitstellen.

Alle neuen Säulen würden nach dem jetzt bei den Städtischen Werken vorgestellten Modell realisiert. Dabei handelt es sich um AC-Ladesäulen mit 44 Kilowatt Leistung. Damit lässt sich ein durchschnittliches Auto in zwei bis vier Stunden komplett laden. Bereits bestehende ältere Ladesäulen würden aktuell überarbeitet.

KVV-Chef Maxelon wies darauf hin, dass es künftig aber auch ein größeres Schnellladeangebot in der Stadt geben müsse. Zudem stelle die wachsende E-Mobilität große Herausforderungen an das Lademanagement. Wenn viele Autofahrer zur gleichen Zeit laden wollten, müsse das Stromnetz darauf vorbereitet werden, damit es keine Probleme gebe. (Bastian Ludwig)

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