CDU kritisiert Mess-Station an Fünffensterstraße, weil ihr dort die Werte zu hoch sind

Station misst zu viel Feinstaub - Kritik von CDU

Kassel. Zu viel Feinstaub hat die CDU-Stadtverordnete Brigitte Thiel an der Fünffensterstraße ausgemacht. Deswegen hält sie den Standort der dortigen Mess-Station für „problematisch“, um die Feinstaubbelastung in Kassel festzustellen.

Das kritisierte Thiel, die auch Vorsitzende des Hausfrauenverbandes ist, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Energie.

Brigitte Thiel

Anlass ihrer Äußerungen war eine Anfrage, mit der Thiel für die CDU-Fraktion von Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) wissen wollte, was der Magistrat gegen die zunehmende Feinstaubbelastung zu unternehmen gedenkt. Nach Auffassung der CDU stehe nämlich fest, „dass der Fahrzeugverkehr offensichtlich nicht hierfür verantwortlich ist“. So zumindest war es in der Anfrage formuliert.

Thiel erklärte, dass der „problematische Standort“ der Mess-Station Fünffensterstraße „zu hohe Werte“ feststelle, wodurch die Autofahrer gewissermaßen diskriminiert würden. Vor der Station seien Autos geparkt und Staub von vorbeifahrenden Straßenbahnen werde aus den Schienen aufgewirbelt.

Verwunderung löste diese Sicht bei fast allen anderen Mitgliedern und Zuhörern im Ausschuss aus. Stadtbaurat Nolda berichtete dann auch von allgemeinen Erkenntnissen, dass der Fahrzeugverkehr nicht nur in Kassel mit einem Anteil von 80 Prozent Hauptursache für Feinstaubbelastung in Städten sei. Ein weiteres Problem sei die Luftverschmutzung durch das Heizen mit Kaminöfen.

Die Kritik am Standort der Mess-Station könne er nicht nachvollziehen, zumal das Mess-System mit dem Land abgestimmt sei, das übrigens auch die Standorte festlege. Nolda wies darauf hin, dass an insgesamt vier Stellen die Feinstaubbelastung gemessen werde. Die Werte von der Fünffensterstraße würden mit denen aus Bettenhausen, der Nordstadt und einer Station im Kaufunger Wald in Beziehung gesetzt.

Weniger Autos in der Stadt

Die Stadt Kassel wolle die Schadstoffe reduzieren, indem weniger Autos fahren, sagte Nolda. Mit dem Verkehrsentwicklungsplan 2030 sollten Fahrrad- und Nahverkehr gestärkt werden.

Brigitte Thiel machte aber auch einen Vorschlag für den Kampf gegen Feinstaub. In trockenen Witterungsphasen solle dieser gebunden werden, indem Wasser auf die Straßen gesprüht wird.

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