Statistik: So lebt der Kasseler

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Er bleibt gerne hier: So einen festen Platz in Kassel wie der Herkules haben viele Einwohner. Zwar sind sie noch nicht so alt, aber ihre Familien leben zum Teil seit Generationen in der Fulda-Stadt. Trotz der Universität und der Ansiedlung großer Unternehmen ist der Anteil der Kasselaner und Kasseläner – also jener Einwohnern, die in Kassel geboren wurden beziehungsweise, deren Eltern schon aus Kassel stammen – mit 41 Prozent hoch. Fazit: Wir mähren gern, bleiben aber unterm Herkules.
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Kindernamen: Bei den Namen für seine Kinder mag es der Kasseler nicht ganz so exotisch: Im Jahr 2010 war Sophie eindeutig der beliebteste Name. 68 Mal hatten Eltern den gleichen Einfall für ihren Nachwuchs. Bei den Jungs führt Alexander das Feld an. 40 neue Alex werden demnächst auf den Kinderspielplätzen toben. Marie (66) und Mia (33) belegen bei den Mädchen Platz zwei und drei in der Beliebtheitsskala. Bei den Jungs sind es Noah (36) und Luca (35).
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Leichtere Schüler: Der Kasseler Nachwuchs speckt ab. Bei seinen Schuleingangsuntersuchungen hat das Gesundheitsamt dieses Jahr einen deutlichen Rückgang der übergewichtigen Kinder festgestellt. Deren Anteil lag seit Jahren bei etwa 15 Prozent, nun ist er auf 13 Prozent gesunken. Die größten Probleme mit Übergewicht haben noch die Kinder im Fasanenhof und Wesertor. Jeweils 27 Prozent sind dort betroffen. In Harleshausen bringen nur vier Prozent der Kinder zu viel auf die Waage.
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Er ist ein Dienstleister: Der Kasseler (hier Inhaber Hernan Cortez vom El Erni) verdient seine Brötchen vor allem bei öffentlichen und privaten Dienstleistern. Mit 37,8 Prozent ist der Anteil der dort Beschäftigten höher als in allen hessischen Städten und Landkreisen. Selbst die Landeshauptstadt Wiesbaden kommt nur auf von 35,1 Prozent. Dafür bietet die Finanz-, Versicherungs- und Beratungsbranche in Kassel eher wenig Jobs. Mit 18,8 Prozent liegt deren Anteil in Kassel weit unter dem Durchschnitt der kreisfreien Städte von 32,4 Prozent.
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Häufigste Todesursache: Wenn Kasseler sterben, dann sind dafür meistens Krankheiten des Kreislaufsystems verantwortlich. Bei den 2100 Menschen, die im Jahr 2009 gestorben sind, waren in 836 Fällen Herzinfarkte und weitere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems ursächlich. In 546 Fällen brachte der Krebs den Tod – der Großteil der Gestorbenen litt an Darm- (158) und Lungenkrebs (112). Immerhin 27 Menschen sind im Jahr 2009 durch einen Sturz gestorben.
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Weniger Scheidungen: Entweder ist dem Kasseler Treue wieder mehr wert oder sein Durchhaltevermögen in der Ehe ist größer geworden. Jedenfalls sank die Zahl der Scheidungen seit dem Jahr 2005 kontinuierlich: Von 500 auf 450 im Jahr 2010. Besonders viele Ehen zerbrachen im Jahr 2003: Damals trennten sich die Wege von 580 Paaren. Positiv entwickelt sich die Zahl der neuen Eheschließungen: 2010 waren es so viele wie seit 2004 nicht mehr. Vergangenes Jahr gaben sich 900 Paare das Ja-Wort.
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Neue Nachbarn: Jahrelang ging es mit uns bergab: Zumindest, was die Bevölkerungszahl angeht. Im Jahr 2010 haben wir erstmals seit Anfang des Jahrtausends wieder deutlich zugelegt. Im Jahr 2010 lebten 195 530 Menschen in Kassel. Vier Jahre zuvor waren es noch gut 2000 Menschen weniger gewesen. Grund sind mehr Studenten und florierende Unternehmen. Bei einem weiter steigenden Durchschnittsalter von derzeit 42,4 Jahren wird die Einwohnerzahl aber bald schrumpfen.
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Kinder: Im durchschnittlichen Kasseler Haushalt leben 1,86 Menschen – Tendenz abnehmend. Das häufigste Lebensmodell ist das Paar ohne Kinder. In 85 300 der insgesamt 103 900 Haushalte lebt kein Kind. In etwa zehn Prozent der Haushalte lebt ein Kind. Etwa sechs Prozent der Haushalte ziehen zwei Kinder groß und auf drei Kinder bringen es 1,8 Prozent. Streit ums Erbe könnte es irgendwann in 478 Kasseler Familien geben. Sie haben vier Kinder oder mehr.
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Wenig Platz: Etwa 37 Prozent der Kasseler Haushalte leben in vier Zimmern. Wobei die Statistiker die Küche mitzählen. Auf Platz zwei rangieren Wohnungen und Häuser mit drei Zimmern, in denen etwa ein Viertel der Haushalte lebt. Während sich etwa zwölf Prozent in sechs oder mehr Räumen entfalten können, müssen sich gut zehn Prozent mit einem oder zwei Zimmern begnügen. Als Wohnform gibt es in Kassel am häufigsten das Einfamilienhaus. Davon stehen 13 200 im Stadtgebiet.

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