Heinrich-Schütz-Schule schließt bis Montag - Realschulprüfung ist nicht gefährdet

Staub war der Auslöser

Wird abgerissen: Das Gebäude für den naturwissenschaftlichen Unterricht an der Heinrich-Schütz-Schule ist so marode, dass es abgerissen werden muss. Durch die Stemmarbeiten hatten Schüler und Lehrer mit Lärm und Staub zu kämpfen. Foto: Herzog

Kassel. Die vorübergehende Schließung der Heinrich-Schütz-Schule kam für die Schüler überraschend. Der zehnjährige Lukas kann jedoch die Entscheidung der Schulleitung verstehen. „Es war alles voll Staub“, berichtet der Schüler. Er habe ein bisschen gehustet, aber sei nicht wirklich krank geworden.

Vor allem Staub und Lärm durch die Baustelle haben in den vergangenen Tagen zu so starken Belastungen geführt, dass die integrierte Gesamtschule mit 1000 Schülern aus Stadt und Landkreis Kassel bis Montag zu bleibt. Allerdings werden die 100 Realschüler kommenden Montag wie geplant ihre Prüfung in einem nicht von Lärm und Staub betroffenen Schultrakt ablegen.

„Wir wollten Gesundheitsgefahren ausschließen“, begründet Schulleiter Jörg Sperling die vorübergehende Schließung. Es hätten sich zwischenzeitlich zwei Lehrer und vier Schüler krank gemeldet, weil Augen und Atemwege durch den feinen Staub angegriffen worden waren. Die Schließung bis Montag sei mit dem Staatlichen Schulamt und dem Schulverwaltungsamt der Stadt abgestimmt.

Kosten: 10,6 Mio Euro

Mit 10,6 Mio. Euro aus den Konjunkturprogrammen von Bund und Land wird die integrierte Gesamtschule im Kasseler Westen zurzeit auf Vordermann gebracht. Der Neubau des naturwissenschaftliche Trakts ist so gut wie fertig. Nun entsteht dort eine neue Mensa, und es wird ein Fahrstuhl eingebaut. Auch die Fassade des Hauptgebäudes , die Aula sowie die Sporthallen und Klassenräume werden renoviert. „Der Abriss des alten Hauses konnte wegen Fristen, die einzuhalten waren, nicht verlegt werden“, sagt Gabriele Steinbach, Leiterin des Schulverwaltungsamtes. Nun habe die Baufirma einschließlich des Wochenendes fünf Tage Zeit, um das marode Haus niederzureißen.

Lukas ist nicht traurig über den Unterrichtsausfall. Zwar hätten die Kinder für die nächsten drei Schultage Hausaufgaben aufbekommen. Er habe jetzt aber endlich einmal Zeit, einen wichtigen Besuch abzustatten: „Bei meiner früheren Klassenlehrerin an der Grundschule Schenkelsberg.“

Von Beate Eder

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.