Kasseler Kreisgruppe der Gewerkschaft der Polizei zeichnet Schauspielerin Ulrike Folkerts aus

Video: Ulrike Folkerts wird für die Rolle der Lena Odenthal geehrt

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Ulrike Folkerts

Kassel. „Dieser Stern kommt ins Büro von Lena Odenthal – ganz klar.“ Als Ulrike Folkerts nach der Verleihung ankündigt, dass der Preis der Kasseler Kreisgruppe der Gewerkschaft der Polizei (GdP) einen Ehrenplatz erhält, klatschen die 200 Gäste in der Kantine des Polizeipräsidiums kräftig Beifall.

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Spätestens mit diesem Versprechen ist Ulrike Folkerts angekommen. Angekommen bei Polizisten, die sich in ihrer Arbeit oft immer weniger geschätzt fühlen. Gern würde die Gewerkschaft wieder einmal einen Politiker auszeichnen, sagt der Vorsitzende der GdP-Kreisgruppe Norbert Birnbach. „Aber leider bietet sich dafür momentan niemand an.“

Eine Verlegenheitsauswahl ist Ulrike Folkerts aber nicht. Selbst der Heimvorteil der 1961 in Kassel geborenen Schauspielerin habe nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Wie Folkerts die Tatort-Kommissarin Lena Odenthal spielt, bezeichnet Birnbach als „wohltuend anders“. Allein dass sie schon 20 Jahre im Dienst ist, sei der Beweis, „dass sich die Menschen in diesem Polizeibild wohlfühlen“, sagt Birnbach.

Vor der Preisverleihung brachte Folkerts Polizeipräsident Wilfried Henning in Erklärungsnot. „Wo sind denn die Kolleginnen?“, fragte sie, als er sie in seinem Büro auf eine Tasse Kaffee einlud. Am Tisch saßen mehrere Kollegen, aber keine Polizistin. Henning antwortete, dass es Frauen erst seit 25 Jahren bei der hessischen Polizei gebe, seitdem habe sich viel getan. In vielen Bereichen sei das fast Verhältnis ausgeglichen.

Vermutlich um die Frauenquote zu erhöhen, versuchte Henning Lena Odenthal nach Kassel zu locken. „Man kann mich nicht einfach versetzen“, sagte Folkerts. Schließlich ermittele sie für den Südwestrundfunk.

Den neuesten Lena-Odenthal-Tatort „Tod auf dem Rhein“ sendet die ARD am 28. Februar um 20.15 Uhr.

Von Claas Michaelis

Mehr zu diesem Thema in der Samstagsausgabe der HNA.

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