Nele Neuhaus und Sebastian Pufpaff ausgezeichnet

Sterne für Sympathieträger der Polizei

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Tolle Stimmung mit sympathischen Preisträgern: (von links) Lars Elsebach (GdP-Chef Kassel), die Autorin Nele Neuhaus, der Kabarettist Sebastian Pufpaff und Stefan Rüppel (GdP-Chef Nordhessen) in der Baunataler Stadthalle. Fotos: Fischer

Kassel/Baunatal. Die Kreisgruppe Kassel der Gewerkschaft der Polizei hat am Sonntagabend die Autorin Nele Neuhaus und den Kabarettisten Sebastian Pufpaff mit dem GdP-Stern ausgezeichnet.

Sie schreibt erfolgreiche Kriminalromane, er ist derzeit fast überall mit seinem Kabarett-Programm zu sehen. Sie lebt im Rhein-Main-Gebiet, er in einem Vorort von Bonn. Seit Sonntagabend haben die Autorin Nele Neuhaus (49) und der Kabarettist Sebastian Pufpaff (40) aber zumindest eine Gemeinsamkeit: Beide wurden in der Baunataler Stadthalle von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit dem GdP-Stern ausgezeichnet. Diese Ehrung bekommen Menschen, die dafür sorgen, dass der Polizeiberuf positiv in der Öffentlichkeit dargestellt wird.

Sie sei sehr glücklich über diese Auszeichnung, sagte Nele Neuhaus. Der Preis zeige ihr, dass sie gut für ihre Romane recherchiere. „Ich versuche, authentisch zu schreiben.“ Wer die Krimis von Neuhaus kennt, der weiß, dass sie einen guten Draht zur Polizei haben muss. Bei ihrem ersten Taunus-Krimi hätten sich ihre Kenntnisse über Polizeiarbeit auf den „Tatort“ und „CSI Miami“ beschränkt.

Dann habe sie den Direktor der Kripo Hofheim und das K 11 dort kennengelernt. Die echten Ermittler beantworten bis heute jede Frage gern, die Neuhaus im Zuge ihrer Recherchen hat. Vom Präsidenten des Polizeipräsidiums Wiesbaden ist sie gar schon zur Kriminalkommissarin ehrenhalber ernannt worden.

Kann sie sich – nach der Ehrung durch die nordhessische Polizeigewerkschaft – vorstellen, einen Roman auch mal in Kassel spielen zu lassen? Das sei durchaus möglich, zumal ihr Kommissar Oliver von Bodenstein sich im letzten Roman „Im Wald“ ja erst einmal eine Auszeit vom K 11 in Hofheim genommen habe. „Ich habe die Idee, dass Bodenstein zum Landeskriminalamt geht, wo er dann ja für ganz Hessen zuständig ist. Da könnte er durchaus auch einen Serienkiller in Baunatal und Kassel jagen“, sagt Neuhaus.

Vom Roman zum Drehbuch

Das Drehbuch für „Im Wald“ habe sie kürzlich überarbeitet. Die erste Fassung für das ZDF, die sie gelesen habe, sei „entsetzlich“ gewesen, sagt die Autorin. Einerseits sei es natürlich eine große Ehre, wenn ihre Bücher verfilmt werden, andererseits tue es weh, wenn im Drehbuch so viel geändert werde. Bei dem Drehbuch „Im Wald“ habe sie das erste Mal das Gefühl gehabt, dass die Fernsehleute auf sie hörten.

Apropos Fernsehen: Dort ist der Kabarettist Sebastian Pufpaff oft zu sehen. Seine Sendung „Pufpaffs Happy Hour“ läuft bei 3sat und ZDF-Kultur. Und dort hat er 2016 in einem Beitrag, der im Internet unter „Pufpaff und Polizei“ zu finden ist, die Menschen aufgefordert, sich bei Polizisten dafür zu bedanken, dass sie einen guten Job machen.

Das habe Wirkung zeigt, sagte Lars Elsebach, Chef der Kasseler GdP, in seiner Laudatio auf den Kabarettisten. Plötzlich hätten sich überall in Deutschland Menschen bei Polizisten bedankt. Er erinnerte an die schöne Aktion vor Weihnachten 2016, als Bürger den Weihnachtsbaum vor dem Polizeipräsidium in Kassel mit Dankesbotschaften an Polizisten schmückten.

„Ich freue mich, dass meine Botschaft auf offene Ohren gestoßen ist und ich mit der Nummer etwas bewegt habe“, sagte Pufpaff, der sich sehr geehrt fühlte. Eine Verbindung hat er übrigens bereits zum GdP-Stern. Der Schauspieler Henning Baum, der im Jahr 2015 damit ausgezeichnet wurde, gehört quasi zu seiner Familie. Er ist der Cousin der Mutter seines Patenkindes, erklärte Pufpaff.

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